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    Raketenbeschuss aus Gaza - Israel greift Hamas-Ziele an

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    Nach einem Flaggenmarsch israelischer Nationalisten in Jerusalem feuern militante Palästinenser im Gazastreifen erneut Raketen ab - eine davon landet in Israel. Das Militär attackiert Hamas-Stellungen. Droht ein neuer Krieg?

    Ein israelischer Polizeibeamter steht vor rechten Aktivisten, die sich zu einem Flaggenmarsch in der Altstadt von Jerusalem versammelt haben.
    Ein israelischer Polizeibeamter steht vor rechten Aktivisten, die sich zu einem Flaggenmarsch in der Altstadt von Jerusalem versammelt haben. - Ariel Schalit/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Neuer Raketenbeschuss auf Israel und Angriffe der israelischen Luftwaffe auf Ziele der islamistischen Hamas im Gazastreifen schüren die Sorge vor einer weiteren Eskalation.

    Militante Palästinenser in dem Küstengebiet feuerten in der Nacht zum Donnerstag erneut Raketen auf das Grenzgebiet, wie die israelische Armee mitteilte.

    Am Abend schlug demnach eine Rakete im Bereich von Sderot ein, eine zweite in der Nacht abgefeuerte Rakete ging im Gazastreifen selbst nieder.

    Als Antwort auf den ersten Angriff hatte die israelische Armee nach eigenen Angaben unter anderem einen unterirdischen Komplex im Gazastreifen beschossen, der für den Bau von Raketentriebwerken genutzt werde. Dies werde die Fähigkeit der Palästinenser einschränken, Raketen herzustellen, hiess es.

    Flaggenmarsch gestoppt

    Am Mittwoch hatten israelische Polizeikräfte in Jerusalem einen umstrittenen Flaggenmarsch nationalistischer Israelis gestoppt. Militante Palästinenserorganisationen im Gazastreifen hatten im Vorfeld scharfe Warnungen gegen den Marsch ausgesprochen.

    Die israelische Armee riegelte wegen der Sicherheitslage das Westjordanland bis zum Ende des jüdischen Pessachfestes am Samstag ab, wie es in einer Mitteilung hiess. Allerdings dürften Palästinenser, die während des muslimischen Fastenmonats Ramadan auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) in Jerusalem beten wollten, unter bestimmten Bedingungen einreisen. Dies gelte auch für humanitäre Fälle.

    Die Lage in Jerusalem war zuletzt wieder extrem angespannt. In den vergangenen Tagen war es auf dem Tempelberg zu Zusammenstössen von Palästinensern mit israelischen Sicherheitskräften gekommen. Dabei gab es zahlreiche Verletzte. Die Auseinandersetzungen verschärften die Spannungen nach einer Terrorwelle in den vergangenen Wochen weiter.

    Hamas droht Israel

    Hamas-Chef Ismail Hanija drohte Israel mit einer Ausweitung des Konflikts um den Tempelberg. «Wir befinden uns erst zu Beginn des Kampfes», sagte Hanija nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan. «So wie wir den sogenannten Flaggenmarsch besiegt haben, werden wir auch die Politik des Eindringens (auf dem Tempelberg) besiegen.» Israels Vorgehen werde sich «auf alle strategischen Dimensionen» des Konflikts auswirken, warnte er.

    Am Montag hatten militante Palästinenser im Gazastreifen erstmals seit Jahresbeginn wieder eine Rakete auf das israelische Grenzgebiet abgefeuert. Das Geschoss wurde von der Raketenabwehr abgefangen. Israels Luftwaffe griff in der Nacht zum Dienstag als Reaktion ein Ziel der im Gazastreifen herrschenden Hamas an.

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