37 Jahre nach einem der schwersten Massaker während des bewaffneten Konflikts in Peru haben die Angehörigen die Opfer beigesetzt.
Martin Vizcarra (Mitte vorne), der Präsident von Peru, bei der alljährlichen Militärparade.
Martin Vizcarra (Mitte vorne), der Präsident von Peru, bei der alljährlichen Militärparade. - dpa

37 Jahre nach einem der schwersten Massaker während des bewaffneten Konflikts in Peru haben die Angehörigen die Opfer beigesetzt. Die Überreste von 79 Menschen wurden am Freitag in dem Dorf Accomarca im Süden des Landes bestattet, wie das Justiz- und Menschenrechtsministerium mitteilte. Zuvor waren die Überreste aus Massengräbern geborgen und von der Staatsanwaltschaft und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz an die Opferfamilien übergeben worden. «Wir sind hier aus Respekt vor Ihnen und im Gedenken an jene, die Hoffnung auf ein besseres Land gehegt haben», sagte Justiz- und Menschenrechtsminister Felix Chero.

Bei dem Massaker am 14. August 1985 hatten Soldaten fast alle Bewohner des Dorfes Accomarca, darunter auch rund 20 Kinder, erschossen und verbrannt. Die verantwortlichen Offiziere hatten behauptet, bei den indigenen Bauern handele es sich um Mitglieder der linken Rebellengruppe Leuchtender Pfad. Der damalige Befehlshaber der Patrouille, Telmo Hurtado, gilt in Peru als der «Schlächter der Anden» und verbüsst seit seiner Auslieferung aus den USA eine 23-jährige Freiheitsstrafe.

Bei Auseinandersetzungen zwischen den Guerillakämpfern des Leuchtenden Pfads und staatlichen Sicherheitskräften kamen zwischen 1980 und 2000 fast 70 000 Menschen ums Leben. Die meisten Opfer waren Indigene in ländlichen Regionen des südamerikanischen Landes.

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