Nintendo rechnet wegen Chipmangel mit weniger Switch-Verkäufen

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    Japan,

    Chip-Lieferengpässe hinderten die Produktion von Nintendo Switch. Nun wurde die Absatzprognose gesenkt. Die Branche leidet unter dem Chipmangel.

    Die Chipkrise setzt dem Spielkonsolehersteller Nintendo zu. Die Japaner haben die Verkaufsprognose für die Switch-Konsole gesenkt.(Archivbild)
    Die Chipkrise setzt dem Spielkonsolehersteller Nintendo zu. Die Japaner haben die Verkaufsprognose für die Switch-Konsole gesenkt.(Archivbild) - sda - KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nintendo verkaufte weniger Switch-Konsolen.
    • Die Firma leidet unter den Lieferengpässen für Mikrochips.
    • Es gibt Hinweise auf Entspannung der Situation.

    Nintendo wird von der weltweiten Mikrochip-Knappheit gebremst und muss die Absatzprognose für seine Spielekonsole Switch senken. Die Japaner rechnen nun mit 24 Millionen verkauften Geräten in dem bis März laufenden Geschäftsjahr anstatt bisher 25,5 Millionen. Das gab Nintendo am Donnerstag bekannt.

    Das erste Geschäftshalbjahr wurde Ende September abgeschlossen. Schon da gingen die Switch-Verkäufe deutlich zurück - auf 8,3 Millionen Konsolen von 12,5 Millionen ein Jahr zuvor. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Nintendo noch 28,8 Millionen Switch-Geräte absetzen. An der bisherigen Umsatzvorhersage hielt Nintendo aber nach dem Start einer modernisierten Switch mit verbessertem Display fest.

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    Doug Bowser, links, Präsident von Nintendo of America, und Shuntaro Furukawa, der sechste Präsident von Nintendo. - Nintendo

    Aktuell gebe es keine Hinweise auf eine Entspannung der Bauteile-Engpässe, sagte Nintendo-Chef Shuntaro Furukawa. Er schloss nicht aus, dass die Absatzprognose weiter gesenkt werden könnte, wenn sich die Situation verschlechtere.

    Chip-Knappheit macht der ganzen Branche zu schaffen

    Die Konsolen sind für die traditionsreiche Firma eine tragende Säule des Geschäfts: Je mehr davon in den Haushalten sind, desto mehr Spiele kann Nintendo verkaufen. Insgesamt brachte der Konzern seit der März 2017 knapp 93 Millionen Switch-Konsolen in den Markt.

    Auch die Konkurrenten Sony und Xbox haben derzeit schwer mit der Chip-Knappheit zu kämpfen. Die neuen Generationen ihrer Konsolen Playstation und Xbox sind auch Monate nach der Markteinführung schwer zu bekommen.

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    Die Nintendo Switch hat vom Lockdown profitiert. - Nintendo

    Der Rückgang beim Switch-Absatz schlug sich bei Nintendo auch in den Geschäftszahlen nieder. Der Umsatz sank im ersten Geschäftshalbjahr um rund 19 Prozent auf 624,3 Milliarden Yen. Das sind umgerechnet knapp 5 Milliarden Franken. Der Gewinn ging in ähnlicher Grössenordnung auf 171,8 Milliarden Yen (1,37 Milliarden Franken) zurück.

    Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Nintendo einen Umsatz von 1,6 Billionen Yen. Die Gewinnprognose wurde unter anderem angesichts günstigerer Wechselkurse von 340 auf 350 Milliarden Yen angehoben.

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