New Yorker Oper leitet Untersuchung gegen James Levine ein

DPA
DPA, DPA

USA,

Die New Yorker Metropolitan Opera untersucht die schweren Vorwürfe gegen den 74-jährigen Stardirigent James Levine. Damit dürfte die Welle von Veröffentlichungen zu sexuellen Übergriffen nun auch die klassische Musik erreicht haben.

Der US-Stardirigent James Levine soll mehrere sexuelle Übergriffe begangen haben.
Der US-Stardirigent James Levine soll mehrere sexuelle Übergriffe begangen haben. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die New Yorker Metropolitan Opera untersucht die schweren Vorwürfe gegen Dirigent James Levine.
  • Damit hat die Welle von Veröffentlichungen wegen sexuellen Übergriffen auch die klassische Musik erreicht.

Die Metropolitan Opera in New York lässt den Vorwurf jahrelanger sexueller Übergriffe ihres Star-Dirigenten James Levine (74) auf einen Jugendlichen offiziell untersuchen. In einer Twitter-Nachricht erklärte das berühmte Opernhaus in der Nacht zum Sonntag, von jüngsten Berichten über Levines Verhalten «zutiefst getroffen» zu sein. «Wir ermitteln mit Hilfe von Kräften ausserhalb unseres Hauses, ob Anschuldigungen des sexuellen Fehlverhaltens in den 1980er Jahren zutreffen, so dass wir angemessene Konsequenzen treffen können.»

Damit dürfte die Welle von Veröffentlichungen zu sexuellen Übergriffen, die mit dem Sturz der ehemaligen Hollywood-Ikone Harvey Weinstein (65) begonnen hatte, nun auch die Welt der klassischen Musik erreicht haben.

Polizeibericht vor einem Jahr vorgelegt

Die «New York Times» veröffentlichte am Sonntag Einzelheiten aus einem Polizeibericht von 2016, der dem Opernhaus im vergangenen Jahr vorgelegt worden war. Ausserdem interviewte das Blatt den betroffenen Mann und sprach mit seinen Familienangehörigen. Demnach soll Levine, damals Anfang 40, im Jahr 1985 am Rande eines Musikfestivals Kontakt zu dem damals 15-Jährigen aufgenommen und die Beziehung über Jahre weitergeführt haben.

Laut «New York Times» erklärte sich Levine 2016 auf Nachfrage der Met für nicht schuldig. Eine aktuelle Stellungnahme lag am Sonntag zunächst nicht vor.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Körperliche Angriffe
96 Interaktionen
Am schlimmsten mit 13

MEHR IN NEWS

Austin
1 Interaktionen
Zürich
Polizei St.Gallen Zürich
Zürich
pollen
14 Interaktionen
Allergiker aufgepasst

MEHR AUS USA

Bad Bunny Superbowl
1 Interaktionen
Halftime-Show
Donald und Melania Trump
40 Interaktionen
Erfolg
Bad Bunny Grammy Awards 2026
9 Interaktionen
Grammy Awards 2026
Queen Brian May
18 Interaktionen
Laut Brian May