Neun Vietnamesen wegen Proteste gegen China verurteilt
Im Juni demonstrierten Vietnamesen gegen den zunehmenden Einfluss Chinas auf das Land. Nach den schweren Ausschreitungen wurden nun Beteiligte verurteilt.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Sommer demonstrierten Vietnamesen gegen ein Gesetz, dass den Einfluss Chinas regelte.
- Neun Demonstranten wurden nun Verurteilt.
Wegen anti-chinesischer Proteste sind in Vietnam neun Demonstranten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Der mutmassliche Anführer muss für fünf Jahre hinter Gitter, wie die staatliche Presse des kommunistischen Einparteienstaats heute Freitag berichtete. Gegen die acht anderen Beteiligten verhängte ein Gericht in der südvietnamesischen Stadt Phan Ri jeweils dreieinhalb Jahre Gefängnis.
Die Proteste richteten sich gegen ein Gesetz, das es insbesondere chinesischen Firmen erlauben soll, für die Dauer von 99 Jahren in drei Sonderwirtschaftszonen zu agieren. Aus Furcht vor zunehmendem chinesischem Einfluss gingen in mehreren vietnamesischen Orten im Juni Leute trotz Verbots auf die Strassen. Dabei kam es auch zu Ausschreitungen. Das Gesetz wurde von der Nationalversammlung inzwischen auf Eis gelegt.
Dem Online-Portal «Vnexpress» zufolge wurde der mutmassliche Anführer für schuldig befunden, die Demonstranten dazu bewegt zu haben, ein Revier der Feuerwehr sowie mehrere Autos und Motorräder in Brand zu setzen. Insgesamt sollen 25 Polizisten verletzt worden sein.












