Neue Zentren für psychische Hilfe in England geplant
Mit Anlaufstellen in Banken und Bibliotheken sowie speziellen Bereichen in Notaufnahmen will die britische Regierung Menschen in England den Zugang zu psychiatrischer Hilfe erleichtern. Premierminister Andy Burnham spricht der Nachrichtenagentur PA zufolge von einem «Rettungsanker» für Personen in psychischen Krisen.

Das Ziel ist demnach eine Neugestaltung der psychiatrischen Versorgung, wie PA unter Berufung auf das Gesundheitsministerium berichtet. Geplant sind 100 Zentren für psychische Gesundheit, die neu errichtet oder in zentral gelegenen Gebäuden wie Banken oder Bibliotheken untergebracht werden sollen. Bereits jetzt wird das Konzept an mehreren Pilotstandorten getestet.
Auch die Zahl spezialisierter psychiatrischer Bereiche in Notaufnahmen soll erhöht werden. Diese sind für Menschen in akuten psychischen Krisen gedacht, die keine medizinische Behandlung in einer regulären Notaufnahme benötigen.
In England ist die Zahl der Menschen, die psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen, zuletzt gestiegen. Ende Mai 2026 hatten nach Angaben des Gesundheitsdienstes NHS 2,36 Millionen Menschen eine offene Überweisung an psychiatrische Dienste. Im Mai 2024 waren es noch 1,95 Millionen.
«Niemand sollte mit seinen psychischen Problemen allein gelassen werden», sagte Premier Burnham laut PA. Tag für Tag würden Tausende über Monate auf Hilfe warten, die einzige Anlaufstelle sei oft nur eine überfüllte Notaufnahme. «Diese neuen Zentren werden für so viele Menschen ein Rettungsanker sein.»










