Israel-Gaza-Krieg

    Netanjahu: Lassen uns durch Druck nicht aufhalten

    Keystone-SDA
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    Israel bleibt trotz Druck entschlossen im Gaza-Krieg.

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    Die Liste der Vorwürfe an die Seite von Netanjahu ist lang. (Archivbild) - keystone

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Entschlossenheit seines Landes bekräftigt, sich bei der Kriegsführung im Gazastreifen von Kritik nicht beirren zu lassen. «Es gibt im Inland wie im Ausland beträchtlichen Druck auf Israel, den Krieg zu beenden, bevor wir alle seine Ziele erreicht haben», sagte Netanjahu am Dienstag bei einem Truppenbesuch in der Nähe der Gaza-Grenze. Der bewaffnete Kampf gegen die islamistische Hamas werde aber weitergehen, bis alle Geiseln freigelassen seien und Gaza für Israel nie mehr eine Bedrohung darstelle. «Kein Druck kann daran etwas ändern.»

    Netanjahu sprach wenige Stunden, nachdem im UN-Sicherheitsrat ein Veto der USA einen Resolutionsentwurf mit der Forderung nach einer sofortigen Waffenruhe im Gaza-Krieg verhindert hatte. 13 der 15 Ratsmitglieder stimmten für den Entwurf Algeriens.

    Veto durch USA

    Die überwiegende Mehrheit des Gremiums war von der Sorge um eine drohende israelische Militäroffensive in der mit palästinensischen Flüchtlingen überfüllten Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens geleitet. Die USA sind Israels wichtigster Verbündeter.

    Ihr Veto hatten die Amerikaner damit begründet, dass sie die laufenden Verhandlungen über eine befristete Waffenruhe und die Freilassung der Geiseln aus der Gewalt der Hamas nicht unterlaufen wollten. Die indirekten Gespräche unter der Vermittlung Ägyptens, Katars und der USA kamen zuletzt nicht vom Fleck, werden aber fortgeführt.

    Verhandlungen stocken

    «Wir sind nicht bereit, (für die Geiseln) jeden Preis zu bezahlen, und bestimmt nicht den wahnhaften Preis, den uns die Hamas abverlangen möchte», sagte Netanjahu am Dienstag.

    Auslöser des Gaza-Kriegs war das beispiellose Massaker, das Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober in Israel nahe der Grenze zu Gaza verübt hatten. Auf israelischer Seite wurden dabei mehr als 1200 Menschen getötet und weitere 250 als Geiseln verschleppt. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive.

    Wegen der vielen zivilen Opfer und den massiven Zerstörungen im Gazastreifen steht Israel international stark in der Kritik. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde sind in dem Krieg bislang 29 195 Palästinenser getötet und 69 170 weitere verletzt worden. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

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