Pedro Castillo, der neue peruanische Präsident, ist bereits seit drei Tagen im Amt. Nun ist nach Stunden der Ungewissheit auch das Kabinett komplettiert worden.
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Pedro Castillo winkt während der Zeremonie zu seiner Amtseinführung im Kongress. - DPA

Das Wichtigste in Kürze

  • Perdo Castillo ist der neue Präsident Perus.
  • Die Posten des Wirtschafts- und Justizministers blieben jedoch lange vakant.
  • Am Freitagabend wurden dann Pedro Francke und Aníbal Torres vereidigt.

Das Kabinett des neuen peruanischen Präsidenten Pedro Castillo komplettiert worden. Dies am dritten Tag seiner Amtszeit und nach Stunden der Ungewissheit.

Wirtschaftsminister Pedro Francke und Justizminister Aníbal Torres wurden am späten Freitagabend auf den zuvor frei gebliebenen Posten vereidigt. Dies berichtete die peruanische Zeitung «El Comercio» Samstag. Francke und Torres hatten das Nationaltheater in der Hauptstadt am Vortag kurz vor der Vereidigung der übrigen Minister verlassen.

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Pedro Castillo spricht auf einer Pressekonferenz in seiner Wahlkampfzentrale. - dpa-infocom GmbH

«El Comercio» berichtete unter Berufung auf Castillos Partei «Perú Libre»: Der Ökonom Francke habe beschlossen, dem Kabinett nicht angehören zu wollen. Dies angesichts der umstrittenen Ernennung seines Parteikollegen Guido Bellido zum Regierungschef.

Bellido könnten wegen möglicher Verbindungen zur Guerillaorganisation «Sendero Liminosos» (Leuchtender Pfad) neue Untersuchungen bevorstehen. Nach intensiven Verhandlungen, unter anderem mit Castillo, nahm Francke das Amt dann doch an. Er hatte den neuen Präsidenten im Wahlkampf beraten.

Castillo hat keine Mehrheit im Kongress

Das Vakuum auf dem Ministerposten hatte zu einer gewissen Unsicherheit im Wirtschaftsministerium geführt. Überhaupt wird mit Spannung erwartet, wohin der Kurs des eigentlich marktliberalen Andenlandes unter der Verwaltung des linken Präsidenten führt. Seine marxistisch-leninistische Partei «Perú Libre» verfügt im Kongress allerdings über keine Mehrheit. Castillo muss also Allianzen schmieden, um seine Agenda durchzubringen.

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Pedro Castillo (l.). - AFP

Der Dorfschullehrer war am Mittwoch als Präsident vereidigt worden. Er hatte sich in einer extrem knappen Stichwahl gegen die Rechtspopulistin Keiko Fujimori durchgesetzt. Die Tochter des wegen Menschenrechtsverletzungen inhaftierten Ex-Machthabers Alberto Fujimori (1990-2000) legte daraufhin mehrere Beschwerden ein. Erst in der Vorwoche wurde Castillo offiziell zum Wahlsieger erklärt.

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