Nach der politisch motivierten Aktion der isländischen Gruppe Hatari beim ESC in Tel Aviv fordern Tausende online den Ausschluss Islands vom Wettbewerb 2020.
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Die Band Hatari nutzte ihren ESC Auftritt und setzte ein politisches Statement. - Screenshot SRF/ESC
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die isländische Gruppe Hatari hielt beim ESC Palästinenserfahnen in die Kamera.
  • Nun fordern Tausende den Ausschluss Islands vom Wettbewerb 2020.

Die antikapitalistische Gruppe Hatari hatte bei der Punktevergabe Palästinenserfahnen in die Kamera gehalten. Nun fordern tausende in einer Online-Petition den Ausschluss Islands vom ESC 2020. Bisher haben rund 33'000 Personen die Petition auf Change.org unterzeichnet.

Die Europäische Rundfunkunion als Veranstalterin (EBU) prüft nach eigenen Angaben Schritte gegen Island. Die EBU hat immer wieder betont, dass der Gesangswettbewerb unpolitisch sein solle.

«Grosse Respektlosigkeit»

«Nach einer wunderbaren Nacht. darüber wie Musik vereint, hat Island mit grosser Respektlosigkeit gegenüber dem Gastland agiert.» Heisst es in der Petition. Dies sei eine «schreckliche Missachtung» Israels.

Israel hat 1967 während des Sechs-Tage-Krieges unter anderem das Westjordanland, den Gazastreifen und Ost-Jerusalem erobert. Die Palästinenser fordern dagegen die Gebiete für einen eigenen Staat Palästina mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

Hatari waren in Sado-Maso-Fetisch-Kostümen aufgetreten und erreichten letztlich Platz zehn.

Auch Madonna trat mit Palästina-Fahnen auf

Auch bei einem Auftritt von Madonna hatten zwei Tänzer auf ihren Rücken eine israelische und eine palästinensische Fahne gezeigt.

Die beiden hielten sich an der Hand. Die EBU betonte anschliessend, dieser Teil der Show sei nicht abgesprochen gewesen.

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Madonnas Auftritt am ESC. - keystone
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