Nach Erdbeben: Bub (3) steckt 6 Tage unter Trümmern – und überlebt
Retter aus Jordanien bargen Klieber Moran lebend aus einem eingestürzten Gebäude. Die Zahl der Toten nach dem Erdbeben in Venezuela steigt weiter.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Kind wurde sechs Tage nach den Erdbeben lebend aus Trümmern gerettet.
- Der Junge heisst Klieber Moran und wurde im Bundesstaat La Guaira geborgen.
- Hilfswerke warnen vor wachsender Not und 680’000 betroffenen Kindern.
Ein Kind ist sechs Tage nach den schweren Erdbeben in Venezuela lebend aus Trümmern gerettet worden. Der Junge wurde von Reuters als Klieber Moran identifiziert.
Nach Angaben der venezolanischen Behörden war er am sechsten Tag der Rettungsarbeiten der einzige gemeldete Überlebende.
Retter bergen Jungen aus eingestürztem Gebäude
Retter aus Jordanien bargen den Jungen aus dem Gebäude Los Corales Garden 1 im Bundesstaat La Guaira. Delcy Rodríguez, amtierende Präsidentin Venezuelas, teilte dies auf Telegram mit. Das Kind wurde zur medizinischen Behandlung gebracht.
Venezuela war am vergangenen Mittwoch von zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 erschüttert worden. Sie folgten weniger als eine Minute aufeinander.
فريق البحث والإنقاذ الأردني يتمكّن من إنقاذ طفل من تحت الردم بعد ستة أيام من وقوع زلزال فنزويلاhttps://t.co/YTMtaanggj#الأمن_العام #الأردن pic.twitter.com/sB2cOdYgFH
— مديرية الأمن العام (@Police_Jo) June 30, 2026
Nach Angaben von Behörden und Rettungskräften stürzten Gebäude ein, Tausende Menschen wurden unter Trümmern eingeschlossen.
Jorge Rodríguez, Präsident der Nationalversammlung, sagte in einer Fernsehansprache: «Wir müssen an der Hoffnung festhalten, weiter Menschen lebend unter den Trümmern zu finden.»
Er sprach von einem zweijährigen Jungen: Delcy Rodríguez nannte ihn drei Jahre alt.
Zahl der Todesopfer dürfte weiter steigen
Die Regierung meldet mehr als 1900 Tote und über 10’000 Verletzte. Fachleute gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt. Dies, weil weiter Leichen geborgen werden und Leichenschauhäuser überlastet sind.
Gleichzeitig wächst die humanitäre Krise. Tausende Vertriebene schlafen im Freien oder in überfüllten, unhygienischen Notunterkünften.
Unicef lieferte am Dienstag 47 Tonnen Hilfsgüter, darunter medizinische Notfallsets. Nach Angaben des Kinderhilfswerks benötigen landesweit 680'000 Kinder humanitäre Hilfe.



















