Erdbeben

    Unzählige Vermisste in Venezuela: «Zählt jede Sekunde»

    Die Bergungsarbeiten in Venezuela laufen auf Hochtouren. Mehr als 1700 Menschen kamen ums Leben, unzählige werden noch vermisst.

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    Nach dem Erdbeben in Venezuela gelten noch immer Tausende von Menschen als vermisst. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Fünf Tage nach den schweren Erdbeben suchen Rettungskräfte weiter nach Überlebenden.
    • Die Zahl der Todesopfer liegt offiziell bei 1450 – Zehntausende werden noch vermisst.
    • Mehr als 70'000 Familien sind nach der Katastrophe auf humanitäre Hilfe angewiesen.

    Zwei heftige Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 erschütterten in der Nacht auf Donnerstag vergangener Woche Venezuela. In dem Land sind grosse Teile der Infrastruktur veraltet, viele Menschen leben am Existenzminimum.

    Durch die Erdbeben und die zahlreichen Nachbeben sind unzählige Gebäude eingestürzt. Die Zahl der Toten stieg auf 1450 – Zehntausende werden immer noch vermisst. Experten rechnen mit Tausenden oder gar Zehntausenden Todesopfern.

    Die Regierung hat den Notstand ausgerufen, die Rettungskräfte arbeiten mit mangelhafter Ausrüstung auf Hochtouren. Die Schweiz hat 80 Spezialkräfte mit acht Suchhunden und 18 Tonnen Rettungsmaterial nach Venezuela geschickt.

    Die neusten Entwicklungen findest du hier im Ticker.

    Zahl der Toten steigt auf mehr als 1700

    Die offizielle Zahl der Toten nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela ist auf 1719 gestiegen.

    Wie der Präsident der Nationalversammlung Jorge Rodríguez mitteilte, wurden zudem mehr als 5.000 Menschen verletzt. Die Totenzahl lag zuvor bei 1450.

    Nach den Angaben des Bruders der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez sind nach den schweren Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwochabend (Ortszeit) 189 von insgesamt rund 800 beschädigten Gebäuden vollständig eingestürzt.

    Seit den Beben habe es mehr als 600 Nachbeben gegeben, darunter am Montag eines der Stärke 4,2, das Alarm ausgelöst habe, sagte Rodríguez.

    Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke der Erschütterung vor der Küste des Landes mit 4,6 an.

    «Zählt jede Sekunde»

    Auch am fünften Tag nach den verheerenden Erdbeben mit mehr als 1400 Toten in Venezuela geben die Rettungskräfte nicht auf.

    Die ganze Nacht hindurch suchten Einsatzkräfte aus Venezuela und zahlreichen anderen Staaten unter eingestürzten Gebäuden nach Zehntausenden Menschen, die noch unter den Trümmern vermutet werden.

    vermisste
    Jetzt Sekunde zählt, um die Vermissten unter den Trümmern zu finden. - keystone

    «Falls es noch Überlebende unter den Trümmern geben sollte, zählt für sie jetzt jede Sekunde», teilte Simone Walter, Nothilfekoordinatorin der Organisation Help, am Montag mit. «Aus unserer Erfahrung von früheren Erdbeben wissen wir, dass nur circa zehn Prozent aller Vermissten noch lebend geborgen werden können, die Zeit rennt also.»

    Erschwert werden die Sucharbeiten durch zahlreiche Nachbeben. Am Morgen (Ortszeit) erschütterte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ein Beben der Stärke 4,6 vor der Küste Venezuelas die Region.

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    Kommentare

    User #5367 (nicht angemeldet)

    Warum tut Trump nach der Annexion Venezuelas nichts?!

    User #6142 (nicht angemeldet)

    Und das Militär plündert.

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