Nach dem Erdbeben in Venezuela werden weitere Menschen gerettet
Knapp eine Woche nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela werden immer noch Menschen lebend gefunden, zuletzt ein 44-Jähriger in Maiquetía.

Knapp eine Woche nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela werden weiter Menschen lebend gefunden. Laut «Zeit» retteten salvadorianische Einsatzkräfte in der Nacht auf Dienstag einen 44-Jährigen aus den Trümmern eines Einkaufszentrums in Maiquetía.
Während der Rettungsarbeiten wurde der Mann über einen Schlauch mit Wasser versorgt. Das berichtete die «Zeit» unter Berufung auf eine Mitteilung von El Salvadors Präsident Nayib Bukele auf der Plattform X.
Auch aus Quito kam am Montag eine weitere Erfolgsmeldung der Rettungskräfte, berichtet der «Tagesspiegel». Die Feuerwehr der ecuadorianischen Hauptstadt meldete die Rettung eines zwölfjährigen Jungen aus dem Katastrophengebiet.
Such- und Rettungseinsätze dauern an
Auch ein Hund wurde nach Angaben von El Salvadors Präsident Nayib Bukele aus den Trümmern gerettet. Das Tier namens «Giselle» wurde nach einem fünfstündigen Einsatz in der Stadt Caraballeda geborgen.

Ein veröffentlichtes Video zeigt, wie der Hund seinen Retter nach der Bergung im Gesicht abschleckt. Die Berichte über die Rettungen liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen, schreibt der «Tagesspiegel».
Die Rettungseinsätze dauern trotz schwieriger Bedingungen weiter an. «Tagesschau» berichtet, dass internationale Helfer in Venezuela weiterhin gezielt nach Überlebenden suchen.
Retter kämpfen gegen die Zeit
Bereits am Wochenende konnten mehrere Menschen lebend aus den Trümmern gerettet werden. Nach Angaben von «ZDFheute» gehörten dazu ein Vater und sein Sohn.
Auch eine 60-jährige Frau überlebte und wurde geborgen. Zudem retteten Einsatzkräfte weitere Kinder aus den eingestürzten Gebäuden.
Experten verweisen auf das entscheidende Zeitfenster in den ersten 72 Stunden nach einem Erdbeben. Nach Angaben von «ZDFheute» sinken die Überlebenschancen danach deutlich, auch wenn spätere Rettungen möglich bleiben.
Tausende Tote und Verletzte nach Erdbeben in Venezuela
Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen weiter gestiegen. Nach Angaben der venezolanischen Regierung wurden bislang 1'719 Tote und 5'034 Verletzte registriert, berichtet die «Zeit».
Das Ausmass der Vermisstenlage ist weiterhin nicht vollständig erfasst. Nach UN-Angaben werden noch mehr als 50.000 Menschen vermisst, berichtet die «Tagesschau».

Auch die Schäden an Gebäuden und Infrastruktur bleiben erheblich, laut «ZDFheute» sind mehr als 770 Häuser ganz oder teilweise eingestürzt. Die Behörden registrieren zudem weiterhin zahlreiche Nachbeben, die Rettungs- und Aufräumarbeiten zusätzlich erschweren.
















