Muslime feiern Eid al-Fitr im Schatten des Iran-Kriegs
Im Schatten des Iran-Kriegs feiern heute Millionen Muslime das Fest des Fastenbrechens und damit das Ende des heiligen Fastenmonats Ramadans. Saudi-Arabien, das mit Mekka und Medina die zwei heiligsten Stätten im Islam beheimatet, erklärte den heutigen Tag zum Feiertag Eid al-Fitr.

Auch in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten, und Syrien feiern Muslime heute Eid. Das Ende des Fastenmonats richtet sich nach der Sichtung des Neumonds. Im Iran wurde der Samstag zum Eid erklärt.
Im Libanon wird der Feiertag vom Krieg zwischen der proiranischen Hisbollah und Israel überschattet. «Meine Familie und ich feiern heute nicht», sagte der aus dem Südlibanon geflohene Hassan der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Aus Respekt vor den vielen weiteren Vertriebenen und Opfern des Krieges verzichte die Familie heute auf Festlichkeiten.
«Normalerweise haben wir diese Tage mit der Familie gefeiert. Jetzt bleiben viele zu Hause», sagte die 25-jährige Libanesin Nadine. «Wir sind mitten im Krieg, und das Gefühl von Eid ist nicht mehr wie zuvor.»
Mohammed Jassim, ein Bewohner von Bahrain, sagte: «Eid fühlt sich in diesem Jahr bedeutungsvoller an.» Auch die Golfstaaten stehen im Zuge des Iran-Kriegs immer wieder unter Beschuss. Familien hielten in diesen Zeiten stärker an Traditionen fest.
In Dubai in den Vereinigten Arabischen Staaten ist die Stimmung gespalten. «Die Leute haben sich an die Explosionen gewöhnt», berichtete ein Bewohner. Sie lebten ihr Leben wie gewohnt weiter, und feierten auch den Festtag. Ein anderer Bewohner sagte, die Stimmung sei generell angespannt. «Aber wenn Leute feiern gehen wollen, werden sie mit Sicherheit etwas finden», sagte er.
Zum Eid al-Fitr bekommen vor allem Kinder Geschenke und Süssigkeiten. Weltweit gibt es Schätzungen zufolge rund 1,9 Milliarden Muslime. Die meisten davon leben in Indonesien, Indien, Pakistan und Bangladesch.









