Massenstreik im öffentlichen Dienst Tunesiens gegen steigende Preise

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Tunisien,

Die Preise steigen in Tunesien. Nun zogen deswegen Hunderttausende in den Streik.

Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes nehmen an einer Demonstration teil.
Tausende zogen heute Donnerstag auf die Strasse, um ihren Forderungen nach höheren Löhnen und einem schärferen Kampf gegen Korruption Nachdruck zu verleihen. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Hunderttausende Mitarbeitende im öffentlichen Dienst streiken in Tunesien.
  • Grund dafür sind steigende Preise.

Aus Protest gegen steigende Preise und die schlechte Wirtschaftslage sind in Tunesien hunderttausende Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in einen Streik getreten. Tausende zogen heute Donnerstag auf die Strasse, um ihren Forderungen nach höheren Löhnen und einem schärferen Kampf gegen Korruption Nachdruck zu verleihen.

In der Hauptstadt Tunis versammelten sich die Menschen vor dem Parlament. Auch in anderen Städten kam es zu Protesten. Die Demonstranten folgten damit dem einflussreichen tunesischen Gewerkschaftsdachverband UGTT, der zu dem Streik aufgerufen hatte.

«Leere Mägen»

Die UGTT will mit den Protesten den Druck auf die Regierung erhöhen. UGTT-Chef Nourredine Taboubi warnte vor einer Revolution der «leeren Mägen», sollte sich die Lage nicht verbessern.

Tunesien ist das einzige Land der Region, das nach den arabischen Aufständen 2011 den Übergang in die Demokratie geschafft hat. Der nordafrikanische Staat leidet jedoch unter grossen wirtschaftlichen Problemen. Der Internationale Währungsfonds IWF fordert drastische Sparmassnahmen, um die Staatsverschuldung zu senken.

Die Inflation erreichte in diesem Sommer mit fast acht Prozent den höchsten Stand seit 2011. Tunesien gehört weltweit zu den Ländern mit den höchsten Ausgaben für Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst.

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