Tausende Menschen zeigen in Kasachstan ihren Unmut über stark gestiegene Energiepreise. Rund 70 Personen wurden festgenommen.
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Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Den dritten Tag in Folge protestieren in Kasachstan Tausende gegen hohe Energiepreise.
  • Dabei soll es zu mehr als 70 Festnahmen gekommen sein.
  • Ursache der Unzufriedenheit sind stark gestiegene Preise für Flüssiggas.

Aus Protest gegen hohe Energiepreise sind in Kasachstan in Zentralasien den dritten Tag infolge Tausende Menschen auf die Strasse gegangen. Die Demonstrationen hätten sich mittlerweile auf mehrere Städte und Dörfer ausgeweitet, berichteten lokale Medien am Dienstag.

Auf Fotos waren Menschen auf Plätzen und Strassen begleitet von einem grossen Aufgebot an Sicherheitskräften zu sehen. Den Berichten zufolge gab es zunächst mehr als 70 Festnahmen.

Auslöser waren zunächst kleinere Proteste in der Stadt Schangaösen im Westen der autoritär regierten Republik. Demonstranten beklagten demnach stark gestiegene Preise für Flüssiggas an den Tankstellen. Sie fordern deutliche Preissenkungen. In Aussicht gestellte günstigere Preise wurden als unzureichend zurückgewiesen.

Präsident Kassym-Schomart Tokajew rief bei Twitter zur Zurückhaltung auf: «Die Demonstranten müssen verantwortungsbewusst und dialogbereit sein.» Die Polizei sei angewiesen worden, «Verstösse gegen die öffentliche Ordnung» zu verhindern. Tokajew wies die Behörden an, eine für «beide Seiten vorteilhafte Lösung» zu finden.

Das Energieministerium Kasachstans erklärte den Preisanstieg mit einer gestiegenen Nachfrage nach Flüssiggas, das seit Jahresbeginn an der Energiebörse gehandelt werde.

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