Zwei Jahre nach Corona-Beginn ist die Maskenpflicht in Israel fast komplett aufgehoben worden. Viele Israelis äusserten sich erleichtert über die neue Freiheit.
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Strassenbahn-Passagiere mit Maske in Jerusalem. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Maskenpflicht in Israel wurde fast ganz aufgehoben.
  • Nur in Krankenhäusern, Arztpraxen, Seniorenheimen und Flugzeugen muss sie getragen werden.

Gut zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie ist die Maskenpflicht in Israel fast komplett aufgehoben worden. Seit Samstagabend müssen Masken nur noch an Orten mit hohem Infektionspotenzial getragen werden. Wie Krankenhäusern, Arztpraxen, Seniorenheimen und in Flugzeugen. Dies gilt auch für Infizierte auf dem Weg in die Quarantäne.

Viele Israelis äusserten sich erleichtert über die neue Freiheit, andere dagegen besorgt über eine mögliche erhöhte Ansteckungsgefahr.

«Weiterhin Vorsicht walten zu lassen»

«Wir empfehlen der gefährdeten Bevölkerung, weiter Masken zu tragen, auch wenn dies keine Pflicht ist. Und wir rufen alle dazu auf, mit Blick auf ältere und besonders gefährdete Menschen weiterhin Vorsicht walten zu lassen.» Dies hiess es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums.

Israel
In Israel begann am 19.12.2020 eine Corona-Impfkampagne. - dpa

Die Infektionszahlen in dem Land am östlichen Mittelmeer waren zuletzt stetig zurückgegangen. Das Gesundheitsministerium meldete am Sonntag 2476 neue Fälle für das 9,4-Millionen-Einwohner-Land. Die Zahl der Schwerkranken liegt bei 223.

Noch Ende Januar hatten die täglichen Infektionszahlen mit mehr 85 000 einen Höchststand erreicht. Rund 64 Prozent der Bevölkerung gelten als vollständig geimpft.

Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte Israel die Maskenpflicht in Innenräumen aufgehoben. Allerdings nur kurzzeitig, da die Infektionszahlen danach wieder deutlich anstiegen.

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