Mali: UN-Blauhelmsoldat aus Ägypten getötet
Ein ägyptischer UN-Blauhelmsoldat ist bei einem Sprengstoff-Anschlag in Mali getötet worden. Vier Soldaten wurden verletzt - Ein weiterer wurde getötet.

Das Wichtigste in Kürze
- In Mali wurde ein UN-Blauhelmsoldat bei einem Sprengstoff-Angriff getötet.
- Vier weitere Soldaten wurden verletzt.
- Das westafrikanische Land gilt als Rückzugsort für islamistische Gruppierungen.
Ein UN-Blauhelmsoldat aus Ägypten ist bei einem Sprengstoff-Anschlag in Mali getötet worden.
Vier weitere Soldaten der UN-Mission Minusma seien durch die Explosion im Zentrum des Landes verletzt worden, erklärte Minusma am Samstag. Ein Angreifer wurde getötet. UN-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte die Attacke auf die Blauhelme.
«Feige Angriffe» auf Blauhelme
Die Soldaten waren am Samstagmorgen auf der Strecke zwischen den Douentza und Boni unterwegs, als der Sprengsatz detonierte. Auch Minusma-Chef Mahamat Saleh Annadif verurteilte den «feigen Angriff» auf die Blauhelmsoldaten. Diese erhielten nach Angaben der UN-Mission rasch Unterstützung durch weitere Blauhelmeinheiten.
Laut UN-Generalsekretär Guterres wurde einer der Angreifer getötet. Acht weitere seien festgenommen worden. Guterres rief die Behörden in Mali auf, die Täter schnell zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen.
Mali: Rückzugsgebiet für islamistische Gruppierungen
Das westafrikanische Land ist seit 2012 Rückzugsgebiet für islamistische Gruppierungen, die damals die Kontrolle über den Norden des Landes übernahmen.
Die Blauhelmsoldaten werden immer wieder Ziel von Angriffen. Seit 2013 kamen mehr als 190 Soldaten der Mission Minusma ums Leben, der Einsatz gilt als die gefährlichste UN-Friedensmission. Auch die Bundeswehr ist in vor Ort im Einsatz. Deutsche Soldaten beteiligten sich an Minusma und an der EU-Ausbildungsmission EUTM Mali.












