Libanon: Verhandlungen mit Israel sind der beste Weg
Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam hat die von seiner Regierung geführten Verhandlungen mit Israel als «schnellsten und kostengünstigsten Weg» für den Libanon bezeichnet. Im Rahmen der libanesisch-israelischen Gespräche wurde in der Nacht ein neuer Anlauf zu einer Waffenruhe in dem Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah gestartet.

In einer von seinem Büro veröffentlichten Stellungnahme betonte Salam, die Gespräche seien die beste Option unter den verfügbaren Wegen gewesen. «Wir hätten die Hände in den Schoss legen können angesichts einer Realität und eines Krieges, den wir nicht gewählt haben – doch das kam keinen Augenblick infrage», so Salam. Die Verhandlungen mit Israel seien nicht einfach gewesen. Er sprach von einer «harten Haltung» der Gegenseite.
Als nächsten Schritt kündigte der Regierungschef die schrittweise Stationierung der libanesischen Armee im Südlibanon an. Jede Verzögerung gehe zulasten des Südens und seiner Bevölkerung.
Die in Washington getroffene gemeinsame Erklärung zwischen Israel und der Hisbollah sieht die Einrichtung sogenannter Pilotzonen im Libanon vor, in denen ausschliesslich die regulären libanesischen Streitkräfte die Kontrolle ausüben sollen. Die Hisbollah soll sich aus dem Südlibanon zurückziehen.
Die Hisbollah hat die Bedingungen der Waffenruhe abgelehnt. Hisbollah-Chef Naim Kassim bezeichnete die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon als «Farce» und «Erniedrigung».










