Lage angespannt: Bund erlässt erweiterte Reisewarnung für Venezuela
Das Schweizer Aussendepartement hat am Sonntag eine Reisewarnung für ganz Venezuela ausgesprochen.

Das Wichtigste in Kürze
- Das EDA rät von Reisen nach Venezuela ab.
- Nach dem US-Angriff vom Samstag kann die Sicherheit nicht gewährleistet werden.
Das Schweizer Aussendepartement hat am Sonntag eine Reisewarnung für ganz Venezuela ausgesprochen.
Infolge des US-Angriffs vom Samstag sei die Situation angespannt und die weitere Entwicklung ungewiss, weshalb von Reisen in das Land abgeraten werde.
Es sei unklar, ob die Sicherheit gewährleistet werden könne, schrieb das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf seiner Webseite.
In Venezuela wurde der «estado de conmoción interior o exterior» ausgerufen, der den Staat unter anderem zur Kontrolle öffentlicher Dienste und zur Schliessung der Grenzen ermächtigt.
Entsprechend seien Flugverbindungen nicht mehr sichergestellt und es könne zu Versorgungsengpässen sowie unterbrochenen Telefon- und Internetverbindungen kommen.
Gewalt und Plünderungen möglich
Weiter verwies das EDA auf mögliche gewaltsame Demonstrationen, Sachbeschädigungen oder Plünderungen sowie gesperrte soziale Medien. Für ausländische Reisende bestehe ein Risiko, festgenommen, verhört und inhaftiert zu werden.

Wer dennoch nach Venezuela reise, müsse sich bewusst sein, dass die Schweiz unter Umständen nur noch begrenzte oder gar keine Dienstleistungen mehr erbringen könne.
Schweizer Staatsangehörige, die sich bereits im Land befinden, sollen laut EDA Demonstrationen sowie grössere Menschenansammlungen meiden und die Anweisungen der lokalen Behörden befolgen.

Bereits vor der US-Intervention riet das Aussendepartement von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen nach Venezuela sowie von Reisen in gewisse Landesteile ab.
Am 29. September 2025 hatte die venezolanische Regierung angekündigt, im Falle eines Konflikts die aussergewöhnliche Lage auszurufen.






