Kurdisch wird zum Unterrichtsfach in Syrien

    Keystone-SDA
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    Syrien,

    Kurdisch kann künftig an staatlichen und privaten Schulen in Syrien als Nationalsprache unterrichtet werden, wenn Kurden in der jeweiligen Region einen erheblichen Teil der Bevölkerung stellen.

    Syrien Schule
    Ein Schüler zeigt während des Unterrichts in einem Klassenzimmer der Maar-Shmarin-Grundschule im Dorf Maar Shmarin in der Provinz Idlib, Syrien, am Sonntag, dem 19. Oktober 2025, auf die Tafel. - keystone

    Das Bildungsministerium änderte dazu die Durchführungsbestimmungen eines Dekrets aus dem Jahr 2026. Kurdisch solle «auf allen Bildungsstufen unterrichtet werden und Bestandteil der anerkannten Lehrpläne sein», hiess es vom Ministerium am Donnerstagabend. Kurdisch wird damit offiziell Bestandteil der anerkannten Lehrpläne.

    Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hatte im Januar ein Dekret erlassen, das die syrischen Kurden als integralen Teil des syrischen Volkes anerkennt. Damit wurde auch der Unterricht der kurdischen Sprache in Schulen garantiert.

    Unter den ethnischen Minderheiten in Syrien stellen die Kurden die grösste Gruppe. Zu Zeiten der gestürzten Assad-Regierung wurden sie weitläufig diskriminiert. Sie leben vor allem im Nordosten des Landes. Dort hatten sie sich eine eigene Selbstverwaltung aufgebaut. Die neue Führung in Damaskus will das Land nach Jahren der Spaltung neu ordnen und alle Gebiete unter staatliche Kontrolle bringen. Die Regierung drängte im Zuge militärischer Gefechte auf eine Auflösung der kurdischen Verwaltung.

    Erst am Dienstag gaben die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) ihre Auflösung und Eingliederung in die syrischen staatlichen Institutionen bekannt. Damit sei die kurdische Selbstverwaltungsbehörde aufgelöst.

    Kritiker fordern, dass das Recht auf Unterricht in kurdischer Sprache auch in der Verfassung verankert werden sollte. Bisher fand ein Grossteil des Unterrichts in den kurdischen Gebieten in Syrien auf kurdisch statt.

    Nach Angaben des Bildungsministeriums soll mit der neuen Regelung nun die Möglichkeit einer einjährigen Übergangsphase geben, in denen Schülern ermöglicht wird, Sozialkunde, Geschichte, Geografie und Philosophie entweder auf Kurdisch oder Arabisch zu lernen. Diese Regelung werde in den darauffolgenden Jahren nicht mehr gelten. Damit würden danach alle anderen Fächer mit Ausnahme von Kurdisch auf Arabisch unterrichtet werden.

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    Kommentare

    User #2347 (nicht angemeldet)

    Lieber dort als hier🤣

    User #5944 (nicht angemeldet)

    Das können sie auch bei uns lernen.

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