Kriterien für Runden Tisch nach Brand in Crans-Montana definiert
Nach der Brandkatastrophe vom 1. Januar in Crans-Montana VS hat der Präsident des Runden Tisches, Laurent Kurth, die Kriterien für dessen Zusammensetzung festgelegt. Vertreten sein sollen Opfer, Angehörige und Institutionen mit juristischem Fachwissen. Ziel sind aussergerichtliche Einigungen.

Am Runden Tisch sollen Personen die Bedürfnisse der Opfer und die Interessen der beteiligten Institutionen repräsentieren, wie der Präsident des Gremiums, Laurent Kurth, am Freitag mitteilte. Alle Teilnehmenden müssten über spezifisches Fachwissen verfügen, insbesondere im Sozialversicherungs-, Gesundheits- und Haftpflichtrecht.
Zum Gremium gehören sollen unter anderem Rechtsanwälte, Vertreter von Versicherungen sowie von Bundes-, Kantons- und Gemeindebehörden. Auch Verbände, die eine bedeutende Anzahl von Opfern vertreten, können teilnehmen. Sie sollen dabei unabhängig oder im Interesse der Mandanten agieren.
Bei der Auswahl der Mitglieder bestehe ein Spannungsfeld zwischen einer breiten Vertretung der Opfer und einer für den reibungslosen Ablauf begrenzten Grösse des Gremiums. Diesem Umstand wolle Kurth bei seinem Entscheid Rechnung tragen. Die Namen der Mitglieder des Runden Tisches will Kurth voraussichtlich in der zweiten Sommerhälfte bekannt geben.
Mit dem runden Tisch will der ehemalige Neuenburger Staatsrat jahrelange Prozesse verhindern. Das Ziel seien aussergerichtliche Einigungen, «um langwierige Zivilverfahren zu vermeiden, die bis zu fünfzehn Jahre dauern könnten», hatte Kurth zuvor erklärt.
Er will deshalb am runden Tisch zwischen den Parteien vermitteln. Dies hängt jedoch auch vom Willen der Beteiligten ab. «Respekt, Transparenz bezüglich der angedachten Lösungen und das Prinzip der Fairness müssen unsere Arbeit leiten», so Kurth.






