In Ecuador kam es bei Protesten zu Auseinandersetzungen. Die Regierung will den Benzinpreis einfrieren, die Gewerkschaften fordern tiefere Preise.
Ein ecuadorianischer Polizist feuert Tränengas auf Demonstranten ab. Foto: Dolores Ochoa/AP/dpa
Ein ecuadorianischer Polizist feuert Tränengas auf Demonstranten ab. Foto: Dolores Ochoa/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Dolores Ochoa

Das Wichtigste in Kürze

  • In Ecuador sind Proteste gegen eine Benzinpreis-Reform eskaliert.
  • Die Demonstranten warfen Steine auf Polizisten, diese antworteten mit Tränengas.
  • Gewerkschaftsmitglieder blockierten in verschiedenen Provinzen die Landstrassen.

Bei Protesten gegen die Wirtschaftspolitik des konservativen Präsidenten Guillermo Lasso in Ecuador haben sich Demonstranten und Polizisten gewalttätige Auseinandersetzungen geliefert.

Regierungsgegner schleuderten in der Hauptstadt Quito Steine auf die Beamten, wie die Zeitung «El Universo» am Dienstag berichtete. Die Sicherheitskräfte feuerten Tränengas in die Menge. Unterdessen blockierten Gewerkschaftsmitglieder in verschiedenen Provinzen des südamerikanischen Staates die Landstrassen. Mehrere Menschen wurden festgenommen, wie ein Regierungssprecher sagte.

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Die Polizei wehrte sich mit einem Grossaufgebot gegen die Demonstranten. - Keystone

Die Proteste hatten sich an einem Regierungsdekret entzündet, das den Preis für Benzin bei 2,55 US-Dollar und den Preis für Diesel bei 1,90 Dollar je Gallone (3,78 Liter) einfriert. Die Gewerkschaften fordern 2 Dollar für Benzin und 1,50 Dollar für Diesel.

Die Treibstoffpreise sind ein sensibles Thema in Ecuador. Bereits Lassos Vorgänger Lenin Moreno wollte die Benzinsubventionen streichen. Vor allem indigene Bauern hatten unter dem Preissprung gelitten.

Nach heftigen Protesten mit Toten und Verletzten kassierte der damalige Präsident die Reform wieder. Das Problem der hohen Verschuldung und die soziale Ungleichheit blieben allerdings bestehen.

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