Im Zuge der Annäherung zwischen Nordkorea und Südkorea hofft Kim Jong Un auf weitere, regelmässige Treffen mit Moon Jae In.
Kim Jong Un und Moon Jae In
Der Nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un (l) und Südkoreas Präsident Moon Jae In (r). - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Kim Jong Un will sich im 2019 regelmässig mit Moon Jae In treffen.
  • Dieses Jahr waren sie für drei Gipfeltreffen zusammengekommen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hofft auf «regelmässige» Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In im kommenden Jahr und einen baldigen Besuch in Seoul. Dabei solle es um die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel gehen, schrieb Kim in einem seltenen Brief an die Regierung in Seoul, wie Moons Büro am Sonntag mitteilte.

Im Zuge der Annäherung zwischen Nord- und Südkorea waren Kim und Moon in diesem Jahr zu drei Gipfeltreffen zusammengekommen. Zwei Treffen fanden im Grenzort Panmunjom statt, das dritte Treffen in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Dabei sagte Kim einen Gegenbesuch in Südkoreas Hauptstadt Seoul zum «frühestmöglichen Zeitpunkt» zu. Es wurde spekuliert, dass er noch bis Ende des Jahres nach Seoul reisen könnte.

Denuklearisierung

Nach Angaben von Moons Sprecher äusserte Kim in seinem Brief «grosses Bedauern» darüber, dass die Seoul-Reise bislang nicht stattfand. Kim habe aber seine Entschlossenheit bekräftigt, nach Seoul zu reisen. Er habe zudem «die Absicht, Moon 2019 häufig zu treffen und die Frage der Denuklearisierung der Halbinsel gemeinsam zu lösen».

Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Korea-Krieg (1950-53) offiziell noch immer im Kriegszustand. Angesichts versöhnlicher Gesten Kims hatten sich die Beziehungen 2018 aber deutlich verbessert.

Im Juni war Kim auch zu einem historischen Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump in Singapur zusammengekommen. Dabei willigte der nordkoreanische Machthaber in die «Denuklearisierung» seines Landes ein. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmassnahmen für den Prozess wurden aber nicht genannt. Beide Seiten streiten seither über die Auslegung der Vereinbarungen.

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