Freispruch

    Kardinal Pell spricht nach Freispruch zur Öffentlichkeit

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Kanada,

    Der vor einer Woche vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs freigesprochene australische Kardinal George Pell hat davor gewarnt, jedem Kläger zu glauben.

    Der freigelassene Kardinal Pell hat sich in einem Interview mit einem Fernsehsender erstmals öffentlich zu seiner Situation und seinem Verfahren geäussert.
    Der freigelassene Kardinal Pell hat sich in einem Interview mit einem Fernsehsender erstmals öffentlich zu seiner Situation und seinem Verfahren geäussert. - sda - KEYSTONE/EPA/BIANCA DE MARCHI

    Das Wichtigste in Kürze

    • George Pell wurde von einer Woche überraschend vom sexuellen Missbrauch freisgesprochen.
    • Der Erzbischof von Melbourne spricht nun erstmals seit Freispruch in einem Interview.

    Dies sagte George Pell gemäss vorab publizierten Aussagen in einem Interview mit dem Sender Sky News.

    Der 78-Jährige habe dem Sender in seinem ersten Interview nach dem Freispruch zudem gesagt, er wäre nicht überrascht, wenn er mit weiteren Vorwürfen sexuellen Kindesmissbrauchs konfrontiert würde.

    Kardinal Pell Freispruch
    Kardinal George Pell kommt am County Court an. - dpa

    Das vollständige Interview soll am heutigen Dienstag ausgestrahlt werden.

    Wegen Mangel an Beweisen freigesprochen

    Im März 2019 war Pell, der frühere Erzbischof von Melbourne, wegen des Missbrauchs zweier Chorknaben in den 1990er Jahren zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

    Das höchste australische Gericht hatte am 7. April dem Berufungsantrag des 78-jährigen Australiers wegen mangelnder Beweislast stattgegeben.

    Kardinal Pell freigesprochen
    George Pell, Kardinal, verlässt das HM-Gefängnis Barwon in Geelong. Der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilte Kardinal ist überraschend auf freien Fuss gekommen. - dpa

    Der ehemalige Berater des Papstes und Finanzchef des Vatikans wurde daraufhin nach rund 13 Monaten in Haft aus einem Gefängnis in der Nähe von Melbourne entlassen. Er zog umgehend nach Sydney, wo ihn die Medien derzeit regelrecht belagern.

    Pell erwartet neue Anklagepunkte

    Pell sagte in dem Interview, er wäre nicht davon überrascht, wenn er neuen Anklagepunkten gegenüberstehen würde.

    Das wäre ein Hinweis darauf, dass er Opfer eines Trends sei, Anklägern zu glauben. «Vor 30 bis 40 Jahren ist das Pendel massiv gegen jeden, der sagt, er sei angegriffen worden. Heutzutage wollen wir nicht, dass es zurück schwingt, so dass jede Anklage als reine Wahrheit angesehen wird. Das wäre ziemlich ungerecht und unangebracht», wurde Pell in australischen Medien zitiert.

    Pell war der ranghöchste Geistliche in der Geschichte der katholischen Kirche, der wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden war.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Australia Cardinal Charged
    32 Interaktionen
    Kardinal-Freispruch
    49 Interaktionen
    Kindsmissbrauch

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    333 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Katze
    Ho-Chi-Minh-Stadt
    smi
    Börse im Aufwind

    MEHR FREISPRUCH

    Zürich Kinder Hort
    31 Interaktionen
    Zürich
    7 Interaktionen
    Valletta

    MEHR AUS KANADA

    Sängerin Sass Jordan
    Rockwelt trauert
    Michael J. Fox
    11 Interaktionen
    Ottawa
    Stevie Wonder
    3 Interaktionen
    Zum Jubiläum