Auf einem Luftwaffenstützpunkt im Jemen sind drei Raketen eingeschlagen. Mehr als 30 Menschen sind dabei ums Leben gekommen.
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Pro-Houthis Jemeniten rufen während einer Kundgebung Slogans, während die anhaltenden Kämpfe zwischen den Kriegsparteien im Jemen eskalieren - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Anad im Jemen sind drei Raketen eingeschlagen.
  • Dabei haben mehr als 30 Personen ihr Leben verloren.
  • Zurzeit ist unklar, wer für den Anschlag verantwortlich ist.

Am Montag sind bei einem Raketenangriff im Jemen medizinischen Kreisen zufolge mehr als 30 Menschen getötet worden. 40 weitere seien verletzt worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Kreisen eines Krankenhauses in der südlichen Provinz Lahidsch.

Jemen: Meisten Opfer sind Soldaten

Laut Augenzeugen schlugen drei Raketen auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Anad ein, der von Regierungstruppen genutzt wird. Die meisten Opfer seien Soldaten einer regierungsnahen Brigade. Dies berichtete die Nachrichtenseite Adan al-Ghad unter Berufung auf Militärkreise.

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Die humanitäre Lage im Jemen ist katastrophal. (Archivbild) - Keystone

Diese wird von einem Militärbündnis unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt. Den strategisch wichtigen Stützpunkt nördlich der Hafenstadt Aden hatten die Aufständischen Anfang 2019 mit einer Drohne angegriffen. Dabei wurden mehrere hochrangige Offiziere verletzt. Auch diesmal richtete sich der Verdacht gegen die Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden.

Schwerste humanitäre Krise weltweit

Der verheerende Bürgerkrieg im Jemen tobt seit 2015. Die Huthis hatten das Land 2014 überrannt und kontrollieren heute den Nordjemen samt der Hauptstadt Sanaa. Im Jemen spielt sich den Vereinten Nationen zufolge die schwerste humanitäre Krise weltweit ab.

Rund 70 Prozent der Bevölkerung sind auf humanitäre Hilfe oder Schutz angewiesen. Bei 16 Millionen Menschen sind die Lebensmittel knapp, mehr als die Hälfte davon sind Kinder.

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