Trotz Ukraine-Krieg möchte Japan an seinem Prinzip festhalten, keine Atomwaffen zu besitzen.
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Fumio Kishida ist amtierender Regierungschef Japans. - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Japan möchte auch in Zukunft an seinem Prinzip festhalten, keine Atomwaffen zu besitzen.
  • Im Zuge des Ukraine-Konflikts entbrannte eine Debatte um die Änderung dieses Prinzips.

Japan hält ungeachtet des Angriffskrieges der Atommacht Russland gegen die Ukraine an seiner Politik fest, selbst keine Atomwaffen zu besitzen. Ministerpräsident Fumio Kishida machte am Montag laut Medien deutlich, dass Japan an seinen drei Prinzipien festhalte, keine Atomwaffen zu bauen, keine zu besitzen und auch die Stationierung solcher Waffen auf dem eigenen Boden nicht zu erlauben.

Zuvor hatte sich Kishidas Vorgänger und Parteikollege Shinzo Abe mit Blick auf den Ukraine-Krieg für eine Debatte über Atomwaffen ausgesprochen.

Dazu zählte er die Möglichkeit, US-Atomwaffen im eigenen Land ähnlich wie im Fall der Nato-Mitgliedsländer zuzulassen. So etwas sei mit Japans drei Prinzipien nicht vereinbar, so Kishida.

Japan ist einziges Land, das Opfer von Atombomben wurde

Abe, in dessen Regierungszeit Japans Verteidigungsetat stetig gestiegen war, hatte mit Blick auf den Krieg in der Ukraine in einer japanischen Fernsehsendung gesagt: «Wir sollten Diskussionen über die Realität, mit der wir konfrontiert sind, nicht tabuisieren».

Abe erwähnte dabei das Nato-Programm, das es den USA in Europa ermöglicht, dort Atomwaffen zu stationieren. Auch Japan steht unter dem atomaren Schutzschild der USA, erlaubt jedoch keine Stationierung von Atomwaffen. Japan ist das einzige Land, das Opfer eines Angriffes mit Atombomben wurde – 1945 auf die Städte Hiroshima und Nagasaki.

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