Besucher-Rekord: Japan erhöht Preise für Touristen deutlich
Japan-Reisen boomen: Der faszinierende Inselstaat zieht massenhaft Menschen an – als Konsequenz müssen Touristen künftig tiefer in die Tasche greifen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ob Kirschblüten oder Teezeremonien: Japan lockt mehrere zehn Millionen Touristen an.
- Anwohnende in und um beispielsweise Kyoto oder die Burg Himeji haben nun genug.
- Um den Andrang zu steuern, werden gewisse Eintritte und Übernachtungen teurer.
Seit einigen Jahren nimmt die Reise ins Land der aufgehenden Sonne für viele Menschen Platz eins auf der Bucketlist ein. Das jedoch ganz zum Leidwesen der japanischen Bevölkerung. An diversen Orten werden nun Massnahmen ergriffen.
Seit Ende der Corona-Pandemie ist die Touristen-Tendenz in Japan konstant steigend. Doch überfüllte Grosstädte wie Tokio oder Kyoto, rücksichtslose Touristen oder dauernder Ansturm auf kulturelle Stätten belasten die Japanerinnen und Japaner.
Nach dem Rekordjahr 2025 mit 39 Millionen Besuchern ist das Fass für die Einheimischen wohl übergelaufen.
Deutlich höhere Eintrittspreise
Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes macht den Anfang: Die Burg Himeji in der Präfektur Hyōgo. Der Zugang für Besucher von ausserhalb wird bald erheblich teurer.
Statt der bisherigen Gebühr werden dann umgerechnet rund 13 Franken fällig – nahezu das Dreifache des bisherigen Preises.
Betroffen sind nicht nur ausländische Gäste, sondern auch japanische Bürger, die ihre Heimatstadt als Touristen besuchen.
Wer in Himeji lebt, zahlt weiterhin nur etwa fünf Franken. Die Änderung gilt ab dem 1. März 2026.
Kyoto verlangt mehr Abgaben
Die ehemalige Kaiserstadt verschärft ihre Abgaben für Reisende deutlich. Die Auswirkungen des anhaltend hohen Besucherandrangs seien gravierend, erklären die Verantwortlichen.
Ab April 2026 wird die Übernachtungssteuer in Kyoto neu gestaffelt und fällt insgesamt höher aus. Übernachtet man in Unterkünften für unter 31 Franken pro Nacht, zahlt man weiterhin rund einen Franken pro Übernachtung.
Mit steigenden Zimmerpreisen wächst jedoch auch die Abgabe. In Luxushotels mit Übernachtungskosten von mehr als 280 Franken sind in Zukunft 23 Franken pro Nacht zu zahlen.
Die resultierenden Einnahmen würden gezielt in die Pflege, Reparatur und den Erhalt stark frequentierter Sehenswürdigkeiten fliessen.
Weitere Abgaben bereits beschlossen
Und es bleibt nicht bei dieser Massnahme. Auch die traditionsreiche Tempelstadt Koya plant wohl, ab 2028 eine zusätzliche Abgabe für Reisende einzuführen.
Darüber hinaus sind weitere Preisanpassungen bereits fest im Tourismuskonzept des japanischen Verkehrsministeriums verankert und sollen bis 2030 schrittweise umgesetzt werden.
Ob und in welchem Ausmass der Anstoss Japans den touristischen Andrang verringern wird, bleibt abzuwarten.















