Der israelische Regierungschef Jair Lapid hat vor den Vereinten Nationen auf sehr persönliche Weise über seine autistische Tochter gesprochen. «Ich habe ein Kind mit besonderen Bedürfnissen», sagte Lapid am Donnerstag vor der UN-Vollversammlung. «Sie heisst Jaeli. Sie ist autistisch, sie spricht nicht.»
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Jair Lapid, Ministerpräsident Israels. - POOL/AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Lapid erzählte über Erfahrungen mit seiner Tochter während elftägiger Kämpfe Israels mit militanten Palästinensern im Gazastreifen im Mai vergangenen Jahres.

Dabei waren viele Raketen auf Israel abgefeuert worden, Israel Luftwaffe bombardierte zahlreiche Ziele in dem Palästinensergebiet. Ägypten vermittelte schliesslich eine Waffenruhe zwischen der dort herrschenden islamistischen Hamas und Israel.

Lapid berichtete über einen Raketenangriff auf den Grossraum Tel Aviv während des Konflikts. «Ich musste sie um drei Uhr morgens aufwecken und mit ihr in den Bombenschutzraum runterrennen, weil Raketen über unserem Haus explodierten.» Er sagte: «All jene, die über die Wichtigkeit von Frieden predigen, sind eingeladen, morgens um drei mit einem Mädchen, das nicht sprechen kann, in einen Bombenschutzraum zu rennen. Ihr ohne Worte zu erklären, warum es jene gibt, die uns töten wollen.»

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