Schweizer Armee

    Israels Armee stösst weiter in Rafah vor

    Keystone-SDA
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    Palestina,

    Israel ist laut eigenen Angaben in Rafah weiter vorgestossen. Abschussrampen für Raketen wurden zerstört, mehr als 180 Terroristen eliminiert.

    Rafah
    Rauchschwaden steigen über Rafah nach einem israelischen Angriff auf. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Israel ist in Rafah weiter vorgestossen.
    • Mehr als 180 Terroristen wurden getötet und zahlreiche Tunnelschächte zerstört.
    • Man gehe vorsichtig und präzise vor, betont ein Armeesprecher.

    Die israelische Armee stösst nach eigenen Angaben weiter in Rafah im Süden des Gazastreifens gegen die islamistische Hamas vor. Die eigenen Bodentruppen hätten nun das Gebiet Schabura erreicht, von wo aus die Hamas-Terroristen vorgingen, gab der israelische Armeesprecher Daniel Hagari am Donnerstagabend bekannt. «Bislang haben wir mehr als 180 Terroristen in Rafah eliminiert», fügte er hinzu.

    Die eigenen Truppen hätten zugleich Abschussvorrichtungen und Raketen zerstört, die auf israelisches Gebiet abgefeuert werden sollten. Zudem seien Tunnelschächte und unterirdische Routen zerstört worden. Man arbeite daran, weitere zu lokalisieren. «Die Operation vor Ort ist intensiv und entschlossen, mit schwierigen Gefechten in komplexen Gebieten», erläuterte Hagari.

    Rafah
    Ein israelischer Panzer steht hinter Binnenflüchtlingen in Rafah. - keystone

    An diesem Freitag entscheidet der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag über die Forderung Südafrikas, dass sich das israelische Militär sofort aus Rafah zurückzieht. Einen entsprechenden Eilantrag hatte Südafrika am 10. Mai eingereicht.

    Entscheidungen des Weltgerichts sind bindend. Allerdings besitzen die UN-Richter keine Machtmittel, um einen Staat zur Umsetzung zu zwingen. Sie können aber den UN-Sicherheitsrat aufrufen, in der Sache tätig zu werden.

    Eine Million Zivilisten hat Rafah verlassen

    Israels Vorstoss hatte am 6. Mai im Osten Rafahs begonnen. «Wir stürmen Rafah nicht, sondern wir gehen vorsichtig und präzise vor», betonte Hagari. Israel will in Rafah die letzten dort verbliebenen Bataillone der Hamas zerschlagen. Es hätten nach Israels Evakuierungsaufrufen inzwischen rund eine Million Zivilisten die Stadt verlassen.

    Die USA als Israels wichtigster Verbündeter hatten zuletzt erklärt, dass die Militäreinsätze in Rafah bislang nicht das Ausmass erreicht hätten, vor dem die US-Regierung gewarnt hat. Die USA lehnen eine grosse israelische Bodenoffensive in Rafah ab.

    Israel kämpft in Nähe des Stadtzemtrums

    Die bisherigen israelischen Einsätze «waren gezielter und begrenzter und umfassten keine grösseren Militäroperationen im Zentrum dicht besiedelter städtischer Gebiete», sagte der Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, am Mittwoch in Washington. «Wir müssen nun abwarten, wie sich die Lage weiter entwickelt», sagte er.

    Mit dem Erreichen von Schabura kämpfe die Armee inzwischen in der Nähe des Stadtzentrums von Rafah, schrieb die «New York Times». Rafah ist nach fast acht Monaten Krieg die letzte halbwegs intakte Stadt im Gazastreifen.

    Kommentare

    User #1383 (nicht angemeldet)

    Biden komm nicht in die Schweiz

    User #3635 (nicht angemeldet)

    Ich glaube den Schweizer Medien keine Wort mehr ! Zu viele Unwahrheiten festgestellt

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