Israel greift Ziele im Gazastreifen an - zehn Tote

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    Erneut fliegen Raketen gegen Israel, erneut folgt die prompte Reaktion. Bei Angriffen sind mindestens zehn Menschen gestorben.

    Israels Premierminister Benjamin Netanjahu
    Israels Premierminister Benjamin Netanjahu - Abir Sultan/EPA Pool/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Seit dem Tod von Chader Adna in israelischer Haft wächst die Sorge vor weiterer Gewalt.
    • In der Nacht gab es wieder heftigen Beschuss aus dem Gazastreifen auf Israel.
    • Die Netanjahu-Regierun reagierte mit Drohnenangriffen auf Hamas-Ziele.

    Nach starkem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat Israel in der Nacht eigenen Angaben zufolge Ziele der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad im Gazastreifen angegriffen. Zum Start der Operation «Schild und Pfeil» sei ein hochrangiger Offizier der Organisation ins Visier genommen worden, teilte die israelische Armee mit.

    Bei den Angriffen wurden nach palästinensischen Angaben mindestens zehn Palästinenser getötet, darunter mehrere hochrangige Funktionäre des Islamischen Dschihads. Zehn weitere Palästinenser seien verletzt worden. Die Angriffe dauerten an. Das israelische Militär erliess Einschränkungen für Gemeinden im Süden des Landes. In der vergangenen Woche hatten militante Palästinenser im Gazastreifen nach dem Tod eines palästinensischen Häftlings laut Armee Dutzende Raketen und mehrere Mörsergranaten auf Israel abgefeuert. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.

    Laut palästinensische Quellen und Augenzeugen trafen am frühen Dienstag israelische Drohnen zwei Gebäude, die dem Islamischen Dchihad gehörten, in den Städten Gaza und Rafah. Beide Gebäude seien schwer beschädigt worden und würden brennen, hiess es. Die Zivilbevölkerung im Süden Israels wurde angewiesen, bis Mittwoch in der Nähe eines ausgewiesenen Schutzraums zu bleiben. Laut «Jerusalem Post» wurden auch Grenzübergänge zum Gazastreifen geschlossen. Auch wurden einige Strassen und Schulen geschlossen.

    Hintergrund der jüngsten Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern ist der Tod von Chader Adnan. Vor einer Woche war das ranghohe Mitglied des Islamischen Dschihads nach fast drei Monaten Hungerstreik in israelischer Haft gestorben. Mehrere militante Palästinenserorganisationen im Gazastreifen hatten Vergeltung angekündigt. Adnan war laut Gefängnisbehörde wegen mutmasslicher Mitgliedschaft in einer Terrororganisation sowie Unterstützung von Terror und Hetze inhaftiert gewesen.

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