IS: Dutzende Kämpfer in Syrien von Regierungstruppen umzingelt
Aktivisten berichten, dass Dutzende IS-Kämpfer in der umkämpften Stadt Daraa von Regierungstruppen umzingelt wurden.

Das Wichtigste in Kürze
- Aktivisten berichten, dass Dutzende IS-Kämpfer in der Stadt Daraa umzingelt wurden.
- Die Stadt gilt als Ausgangspunkt für den Bürgerkrieg in Syrien.
Dutzende Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sind laut Aktivisten im Süden Syriens umzingelt worden, nachdem die Regierungstruppen ihre letzte Bastion in der Provinz Daraa fast komplett eingenommen hatten. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte am Dienstag, die Dschihadisten verhandelten über den Abzug ihrer Kämpfer in andere IS-Gebiete im Tausch gegen die Freilassung von etwa 30 entführten Drusen.
Laut der oppositionsnahen Organisation, die ihre Informationen von Aktivisten vor Ort bezieht, sind rund hundert Kämpfer der Gruppe Dschaisch Chaled ben Walid, die sich der IS-Miliz angeschlossen hat, mit ihren Familien im Südwesten von Daraa eingeschlossen. Die Regierungstruppen von Machthaber Baschar al-Assad haben seit dem 19. Juli mit russischer Luftunterstützung die meisten Dörfer unter Kontrolle der Dschihadisten in der südsyrischen Provinz zurückerobert.
Womöglich um Druck von ihren Kampfgefährten in Daraa zu nehmen, attackierten am vergangenen Mittwoch IS-Kämpfer die Stadt Suweida und umliegende Dörfer. Laut der Beobachtungsstelle töteten sie dabei in der mehrheitlich von Drusen bewohnten Region mehr als 250 Menschen und verschleppten mehr als 30 Frauen und Kinder in die Badija-Wüste. Nun würden sie die Zivilisten im Tausch für den Abzug ihrer Kämpfer in Daraa anbieten, erklärte die Beobachtungsstelle.












