IS-Angriff nach tagelangen Gefechten in Syrien niedergeschlagen

    Keystone-SDA
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    Syrien,

    Der IS griff am Donnerstagabend ein Gefängnis an. Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben den Angriff nun nach langen Gefechten niedergeschlagen.

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    Eine Flagge des Islamischen Staats. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Angriff des Islamischen Staats auf ein Gefängnis in Syrien wurde niedergeschlagen.
    • Dies erklärten die von Kurdenmilizen angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF).
    • Die Kämpfe dauerten fast eine Woche lang an.

    Nach tagelangen Gefechten in der syrischen Stadt Al-Hassaka ist der Angriff der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf ein Gefängnis niedergeschlagen worden.

    Die von Kurdenmilizen angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) erklärten den Kampf am Mittwoch nach fast einer Woche für beendet, nachdem sich die letzten IS-Kämpfer ergeben hatten.

    Seit Beginn des Angriffs wurden 181 Menschen getötet, darunter 124 Dschihadisten, 50 Anhänger der Kurdenmiliz und sieben Zivilisten, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte.

    Unklar, wie viele Inhaftierte fliehen konnten

    Zuletzt hatten sich die Dschihadisten im Nordteil der Haftanstalt verschanzt. Der Überfall auf das Gefängnis, der am Donnerstagabend begann, war einer der schwersten Angriffe des IS in Syrien seit Jahren. Ziel war die Befreiung inhaftierter Anhänger. Wie viele Inhaftierte genau entkommen konnten, war unklar.

    syrien
    SDF-Kämpfer vor dem Gefängnis in Hassakeh - AFP

    Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte schätzt, dass etwa 200 Inhaftierte noch flüchtig sind. Im dortigen Gefängnis sassen nach Angaben kurdischer Medien zuletzt rund 5000 IS-Anhänger. Erschwert wurde der Kampf auch durch Hunderte im Gefängnis inhaftierte Kinder, die durch die Gefechte bedroht wurden.

    UN besorgt über Sicherheit von Zivilisten

    Nach Ausbruch der Kämpfe flohen bis zu 45'000 Menschen aus ihren Wohnungen in andere Stadtteile, wie das UN-Nothilfebüro (OCHA) mitteilte. Die UN äusserten sich besorgt über die Sicherheit von Zivilisten in der Umgebung. US-Truppen unterstützten den Kampf gegen die Extremisten mit Luftschlägen. Helikopter kreisten über Stadtteilen in der Nähe des Gefängnisses, wo sich IS-Kämpfer verschanzt hatten.

    Der IS hatte im Sommer 2014 grosse Gebiete im Norden und Westen des Iraks eingenommen und dort ein sogenanntes Kalifat ausgerufen. Zum Herrschaftsgebiet gehörten auch grosse Teile des benachbarten Syriens. Der Angriff in Al-Hassaka war eine Erinnerung daran, dass der Kampf gegen die Terrormiliz noch nicht gewonnen ist.

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