Teheran prüft nach eigenen Angaben den Rohentwurf eines Vertrags über die Wiederbelebung des Atomabkommens von 2015.
Der iranische Aussenminister Hossein Amir-Abdollahian ist bereit, über eine Wiederbelebung des Atomabkommens  zu verhandeln. (Archivbild)
Der iranische Aussenminister Hossein Amir-Abdollahian ist bereit, über eine Wiederbelebung des Atomabkommens zu verhandeln. (Archivbild) - sda - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Er habe mit dem EU-Aussenbeauftragten Josep Borrell telefoniert, teilte Irans Aussenminister Hossein Amir-Abdollahian am Samstag auf Twitter mit.

Die EU vermittelt bei den Atomverhandlungen zwischen den iranischen Unterhändlern und einer US-Delegation.

«Wir versuchen alle, ein gutes Abkommen zu erzielen», erklärte der iranische Aussenminister. Teherans rote Linien seien den westlichen Verhandlungspartnern deutlich gemacht worden. «Bereit, unverzüglich ein gutes Abkommen zu beschliessen, sollten sie wirklichen Willen zeigen», fügte er hinzu.

Die USA hatten sich 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran zurückgezogen und ihre Wirtschaftssanktionen wieder in Kraft gesetzt. Danach zog sich auch Teheran schrittweise aus der Vereinbarung zurück und fuhr sein Atomprogramm hoch.

Unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden kamen die Gespräche über ein neues Abkommen wieder in Gang. An den Wiener Verhandlungen beteiligt sind China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Russland. Die USA sind indirekt einbezogen.

In den vergangenen Tagen hatten Frankreich, Deutschland, die USA und der Iran Fortschritte bei den Verhandlungen gemeldet. Irans Chefunterhändler Ali Bagheri reiste zu Konsultationen nach Teheran. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz sprach am vergangenen Wochenende von einem «Moment der Wahrheit». Es lägen nun alle Elemente für einen Abschluss der Verhandlungen auf dem Tisch.

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