Iran: Indirekte Verhandlungen mit USA begonnen

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Oman,

Die für heute geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben nach iranischer Darstellung in einem indirekten Format begonnen.

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Die indirekten Verhandlungen zwischen Iran und den USA haben begonnen. - keystone

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi sei auf dem Weg zu einem zweiten Treffen mit seinem omanischen Amtskollegen Badr al-Bussaidi, berichtete eine Korrespondentin des Staatsfernsehens aus der omanischen Hauptstadt Maskat. Zuvor hatte das omanische Staatsfernsehen den Beginn der Gespräche knapp vermeldet.

Das Aussenministerium in Maskat teilte mit, al-Bussaidi habe sich jeweils separat mit Araghtschi sowie der US-Delegation um den US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, getroffen. «Die Beratungen waren darauf fokussiert, angemessene Bedingungen für die Wiederaufnahme diplomatischer und technischer Verhandlungen zu schaffen (...)», hiess es in der Mitteilung.

Ob es am Freitag auch noch zu direkten Verhandlungen zwischen Araghtschi und Witkoff kommt, blieb zunächst unklar.

Laut einem Bericht des «Wall Street Journal» unter Berufung auf US-Regierungskreise soll an den Gesprächen auch der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in der Region, Admiral Brad Cooper, teilnehmen. Der Iran sieht darin den Versuch einer «Machtdemonstration», wie das Onlineportal Nur-News berichtete. «Das Einbringen der militärischen Komponente erhöht das Risiko und die Kosten der Verhandlungen; die Verantwortung dafür liegt bei den USA», hiess es in einem Bericht.

Die Sorgen vor einem neuen Krieg waren zuletzt gewachsen. Trump hatte der Staatsführung in Teheran mehrfach gedroht, auch wegen des brutalen Vorgehens staatlicher Repressionskräfte gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten. Dabei sollen Tausende Menschen getötet worden sein. Das US-Militär hat seine Präsenz in der Region seit Anfang Januar deutlich ausgebaut, etwa mit dem Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» und dessen Begleitschiffen.

Regionale Mächte wie die Türkei, Saudi-Arabien und Katar hatten in den vergangenen Tagen intensiv vermittelt. Ihre Regierungen unterhalten pragmatische Beziehungen zum Iran und haben kein Interesse an einem regionalen Krieg, dessen Folgen auch sie treffen würden.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über Irans umstrittenes Atomprogramm verhandelt, die Gespräche waren jedoch bei zentralen Fragen ins Stocken geraten. So fordern die USA etwa, dass Irans Führung ihre Urananreicherung vollständig einstellt. Der Oman war damals bereits Gastgeber von Gesprächen.

Nur einen Tag vor Beginn der geplanten sechsten Verhandlungsrunde im Juni 2025 griff Israel den Iran an. Die Streitkräfte der Islamischen Republik reagierten mit Raketenbeschuss. Knapp eine Woche später schloss sich das US-Militär dem Krieg an und bombardierte zentrale Atomanlagen. Trump sagte damals, Irans Nukleareinrichtungen seien komplett vernichtet worden.

US-Aussenminister Marco Rubio forderte zuletzt Zugeständnisse aus Teheran. Damit Verhandlungen tatsächlich zu einem «sinnvollen Ergebnis» führten, müssten etwa die Reichweite der ballistischen Raketen, die Unterstützung terroristischer Organisationen, das Atomprogramm und der Umgang mit dem eigenen Volk beachtet werden, sagte er.

Teheran ist zur Begrenzung seines Atomprogramms bereit, betrachtet eine vollständige Aufgabe jedoch als rote Linie. Auch Verhandlungen über das heimische Raketenprogramm schloss Irans Regierung vor dem Termin kategorisch aus.

Irans Regierung erhofft sich von Verhandlungen eine Aufhebung der harten Sanktionen und einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ausgelöst wurden die jüngsten Demonstrationen Ende Dezember durch die schwere Wirtschaftskrise, ehe sich die Proteste zu einem politischen Aufstand ausweiteten.

Trump hatte den Demonstranten auf dem Höhepunkt der Proteste seine Unterstützung zugesagt. Mitte Januar sprach sich der Republikaner für einen Machtwechsel in der Islamischen Republik aus.

Viele Iranerinnen und Iraner, die Anfang Januar noch gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik demonstriert hatten, sehen neue Verhandlungen kritisch. Sie fordern einen Machtwechsel und fürchten, dass neue Gespräche der Regierung in Teheran nun den Rücken stärken. Tausende Demonstranten sollen in den Nächten des 8. und 9. Januar getötet worden sein.

Kommentare

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