Internationale Gaza-Aktivisten in Hafen von Aschdod gebracht
Mehrere hundert internationale Gaza-Aktivisten sind nach dem Stopp ihrer Hilfsflotte durch Israel in den israelischen Hafen Aschdod gebracht worden.

Repräsentanten der Menschenrechtsorganisation Adalah, die bereits zuvor Aktivisten vor Gericht vertreten hatte, trafen sich nach Angaben der Organisation zu juristischen Beratungen mit festgenommenen Teilnehmern der «Global Sumud Flotilla».
Die Aktivisten seien «gewaltsam in internationalen Gewässern verschleppt und gegen ihren Willen auf israelisches Gebiet gebracht worden», hiess es in der Mitteilung von Adalah.
Die israelische Marine hatte in der Nacht nach Angaben des Aussenministeriums die internationale Gaza-Hilfsflotte vollständig gestoppt. Es sei «beendet», schrieb das Ministerium in der Nacht auf der Plattform X. Alle 430 Aktivisten seien auf israelische Schiffe gebracht worden und befänden sich auf dem Weg nach Israel, wo sie ihre Konsularvertreter treffen sollten.
Ziel der «Gaza Sumud Flotilla» war es laut den Veranstaltern gewesen, «einen humanitären Korridor einzurichten und Israels illegale Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen». Das israelische Aussenministerium schrieb, die Protestaktion habe sich «einmal mehr als nichts weiter als ein PR-Stunt im Dienste der Hamas erwiesen».
In der Vergangenheit waren internationale Aktivisten stets nach einer Weile wieder in ihre Heimatländer abgeschoben worden. Zwei Wochen nach einem ersten Stopp durch die israelische Marine hatte sich die «Global Sumud Flotilla» am vergangenen Donnerstag erneut auf den Weg Richtung Gazastreifen gemacht. Sie war vom türkischen Hafen Marmaris aus in See gestochen. Aktivisten aus 40 Ländern waren mit mehr als 50 Schiffen unterwegs gewesen. Israel wirft einigen Aktivisten Verbindungen zur islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor.










