Zum ersten Mal seit der Aberkennung der Teilautonomie für Kaschmir hat Indiens Premierminister führende Politiker der Region getroffen. Die Unruheregion an der Grenze zu Pakistan hatte bis Sommer 2019 einen Sonderstatus - und damit eine eigene Verfassung und weitgehende politische Kompetenzen. Mit der Aufhebung des Status wollte Modi das mehrheitlich von Muslimen bewohnte Gebiet stärker in das mehrheitlich hinduistische Indien integrieren. «Unsere Priorität ist es, Basisdemokratie in Jammu und Kaschmir zu stärken», schrieb Modi nach dem Treffen am Donnerstag auf Twitter. Die Politiker aus der Region sagten danach hingegen Reportern, dass sie die Teilautonomie zurück wollten.
Indiens Premierminister Modi spricht bei CSIR-Treffen
04.06.2021, Indien, Neu-Delhi: Narendra Modi, Premierminister von Indien, spricht bei einem Treffen des Council for Scientific and Industrial Research (CSIR) per Videokonferenz. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Menschen in Kaschmir lehnten die Aberkennung der Teilautonomie ab.

Um damals Proteste zu verhindern, hatte die indische Regierung mehr Truppen in die Region geschickt und das Internet zeitweise abgestellt. Der Schritt hatte zu Konflikten mit dem Nachbarland Pakistan geführt, das die Region ebenfalls beansprucht.

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