IAEA stellt klar: Uran-Anreicherung im Iran wird weiter überwacht

    Keystone-SDA
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    Wegen anhaltender Probleme mit der Überwachung des iranischen Atomprogramms kam es am Sonntag zu einem Treffen zwischen der IAEA und Irans Atomchef.

    Ukraine Konflikt
    Rafael Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Internationale Atomenergiebehörde hatte lange kein Zugriff auf die Kameras im Iran.
    • Diese dienen zur Überwachung des iranischen Atomprogramms.
    • Die IAEA und der Iran sind nun zu einer Einigung gekommen.

    Die jüngsten Probleme bei der internationalen Überwachung des iranischen Atomprogramms betreffen nicht die heikle Uran-Anreicherung.

    Einigung wurde erreicht

    Der verwehrte Zugang zu Überwachungskameras würde andere Einrichtungen wie Werkstätten betreffen, stellte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde Rafael Grossi klar.

    Bei einem Treffen zwischen ihm und Irans neuem Atomchef Mohammed Eslami am Sonntag in Teheran einigten sich die beiden. In Zukunft erhalten IAEA-Inspektoren wieder Zugang zu einigen Aufzeichnungsgeräten, um sie zu reparieren und digitale Speichermedien auszutauschen. Anders sei die Situation in den Anreicherungsanlagen. Dort könnten die IAEA-Geräte schon jetzt «so oft wie nötig» betreut werden, sagte Grossi am Rande des IAEA-Gouverneursrates.

    fordo iran
    Die Atomanlage in Fordo, Iran. - Atomic Energy Organization of Iran/AFP

    Weiterhin kein Zugriff auf die Aufnahmen

    Irans Anreicherung von Uran bis zu einem Reinheitsgrad von 60 Prozent bereitet vielen Ländern Sorgen. Solches Material kann sehr schnell zu waffenfähigem Uran für Atomsprengköpfe weiterverarbeitet werden.

    Auch wenn IAEA-Kameras weiterhin aufzeichnen, hat die Wiener Atombehörde derzeit keinen Zugriff auf die Aufnahmen selbst. «Solange in den Atomverhandlungen keine für den Iran akzeptable Lösung erzielt worden ist, bleiben die IAEA-Kameras offline,» sagte Irans Aussenamtssprecher. Seit Monaten laufen diplomatische Versuche, das Atomabkommen von 2015 zu retten, das den Bau iranischer Atomwaffen verhindern sollte. Die indirekten Verhandlungen zwischen Teheran und Washington stocken seit Wochen.

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