Herzinfarkt soll Grund für Tod von Ägyptens Ex-Präsident Mursi sein

    Keystone-SDA
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    Ägypten,

    Im Gerichtssaal starb gestern Montag unvermittelt der Ex-Präsident Mohammed Mursi. Laut ägyptischen Medien ist ein Herzinfarkt die Todesursache.

    Mohammed Mursi
    Der frühere ägyptische Präsident Mohammed Mursi ist tot. - DPA

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mohammed Mursi ist gestern Montag verstorben.
    • Wie ein TV-Sender berichtet, starb der Ex-Präsident Ägyptens an einem Herzinfarkt.

    Der Tod des ägyptischen Ex-Präsidenten Mohammed Mursi bei einem Gerichtsverfahren ist laut Medienbericht auf einen Herzinfarkt zurückzuführen. Mursi sei wegen einer Tumorerkrankung behandelt worden, berichtete das Staatsfernsehen am Dienstag unter Berufung auf Ärzte.

    Der Ex-Präsident war am Montag bei einer Anhörung vor Gericht ohnmächtig zusammengebrochen und später gestorben. Eine Autopsie habe keine Anzeichen für jüngere Verletzungen ergeben, hiess es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft.

    Mursis Anwalt Abdel-Menem Abdel-Maksud sagte der Nachrichtenagentur Reuters, der 67-Jährige sei während seiner Haft in schlechter gesundheitlicher Verfassung gewesen. «Wir haben mehrere Anträge auf Behandlung gestellt», sagte er. «Einige wurden genehmigt, andere nicht.»

    Er war fundamentaler Muslim-Bruder

    Mursi war ein Vertreter der fundamentalistischen Muslim-Brüder, die inzwischen in Ägypten verboten sind. Sie sprachen von einem «ausgewachsenen Mord» und riefen die Menschen dazu auf, in Massen zu Mursis Beisetzung zu kommen.

    Mohammed Murs
    Mohammed Mursi im Januar 2013. - AFP/Archiv

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, ebenfalls ein Vertreter einer religiösen Politik, nannte Mursi einen Märtyrer. Die Menschenrechtsgruppe Amnesty International rief die ägyptische Regierung auf, eine «unparteiische, gründliche und transparente» Untersuchung einzuleiten.

    Erster frei gewählter Präsident

    Mursi wurde 2012 erster frei gewählter Präsident des Landes. Kritiker warfen ihm vor, seine Macht ausbauen und religiösen Ansichten der Brüder durchdrücken zu wollen.

    Zudem soll er mit seiner Wirtschaftspolitik gescheitert sein. Mursi hatte dies zurückgewiesen.

    Nach Massenprotesten gegen ihn wurde er 2013 von der Armee gestürzt. Mursi verbüsste im Gefängnis unter anderem eine lebenslange Strafe wegen Spionage.

    Bei der Anhörung am Montag ging es ebenfalls um Vorwürfe der Spionage. Diesmal im Zusammenhang mit mutmasslichen Verbindungen zur radikal-islamischen Palästinenser-Gruppe Hamas.

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