Herausgeber der grössten Reformzeitung im Iran verhaftet
Der Herausgeber der iranischen Zeitung «Shargh», des grössten Blatts der Reformbewegung, ist am Samstag verhaftet worden. Zunächst blieb auch unklar, welcher Bericht Anlass des Urteils war.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Iran ist der Herausgeber der Zeitung «Shargh» verhaftet worden.
- Shargh gilt als wichtigste Tageszeitung der Reformbewegung im Lande.
Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Isna wurde Mehdi Rahmanian, der Herausgeber der iranischen Zeitung «Shargh», von einem Gericht in Maschhad in Nordosten der islamischen Republik wegen eines kritischen Artikels verurteilt. Da er die verlangte Kaution nicht bezahlen konnte, musste er ins Gefängnis. Laut Isna wusste sein Anwalt zunächst nichts über den Aufenthaltsort Rahmanians.
«Shargh» («Osten») ist die wichtigste Tageszeitung der Reformbewegung, das Blatt ist auch online und auf den sozialen Medien sehr aktiv.
Die Pilgerstadt Maschhad, wo sich auch das Mausoleum des achten schiitischen Imams Resa befindet, gilt als eine Hochburg der erzkonservativen Kritiker der Reformer. Die einflussreichen Kleriker der Stadt sind daher auch gegen die gemässigte Politik des Präsidenten Hassan Ruhan.










