Ukraine Krieg

    «Guardian»: Oligarch übertrug Kindern Vermögen vor Kriegsausbruch

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Roman Abramowitsch ist ein milliardenschwerer Oligarch. Jetzt enthüllt ein Bericht, dass er vor Kriegsbeginn einen Teil des Vermögens auf seine Kinder übertrug.

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    Roman Abramowitsch im Anzug. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Roman Abramowitsch soll mehrere Milliarden US-Dollar an seine Kinder übertragen haben.
    • Die Umorganisation fand demnach im Februar 2022 statt, so ein Bericht.
    • Nur wenig später brach der Ukraine-Krieg aus.

    Der russische Oligarch Roman Abramowitsch soll einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor Beginn des Angriffskriegs seines Heimatlands auf die Ukraine Vermögen in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar an seine Kinder übertragen haben. Das geht aus gehackten Dokumenten hervor, die dem britischen «Guardian» vorliegen. Demnach wurden zehn geheime Offshore-Trusts Anfang Februar vergangenen Jahres umorganisiert.

    «Die umfassende Neuordnung von Abramowitschs finanziellen Angelegenheiten begannen nur Tage nachdem Regierungen damit drohten, gegen russische Oligarchen im Falle einer Invasion Sanktionen zu verhängen», hiess es in dem Bericht.

    Kinder erhielten Luxus-Immobilien und Superjachten

    Daher stelle sich die Frage, ob sie vorgenommen wurden, «um den immensen Reichtum des Oligarchen vor der Bedrohung durch das Einfrieren von Vermögen zu schützen».

    Die Kinder seien dadurch zu Eigentümern von Abramowitschs Statussymbolen wie Luxus-Immobilien, einer Flotte von Superjachten, Helikoptern und Privatjets geworden.

    Abramowitsch
    Eine Jacht von Roman Abramowitsch. - sda - KEYSTONE/EPA/SEBASTIEN NOGIER

    Die Dokumente stammen dem «Guardian» zufolge aus gehackten Daten eines zypriotischen Finanzdienstleisters, die dem Blatt zugespielt wurden. Daraus gehe hervor, wie der Oligarch sein Vermögen in komplizierten Strukturen in Steueroasen verborgen habe.

    Abramowitsch wurde im März 2022 auf die Sanktionsliste der EU und Grossbritanniens gesetzt. Anders als bei engen Putin-Vertrauten wurden seine Familienmitglieder nicht mit Sanktionen belegt. Der «Guardian» zitierte Sanktionsexperten, wonach die Neuordnung seines Vermögens zwar womöglich auf die Umgehung von Sanktionen angelegt war, aber nicht illegal ist. Abramowitsch und seine Kinder hätten auf detaillierte Anfragen des «Guardians» nicht reagiert, berichtete das Blatt. Der frühere Inhaber des englischen Premier-League-Clubs Chelsea streitet Verbindungen zum Kreml hab und versucht, sich auf rechtlichem Wege gegen die EU-Massnahmen zu wehren.

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