Grausame Entdeckung in Mexiko: 16 Leichen mit Folterspuren gefunden

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    Mexiko,

    In Mexiko wurden innerhalb von zwei Tagen über ein Dutzend Leichen auf offener Strasse gefunden. Alle Opfer wiesen Spuren von Folter auf.

    Mexiko Polizei Tatort
    Die Polizei sichert einen mutmasslichen Tatort in Mexiko. Mexiko ist stark von organisierter Kriminalität betroffen. (Archivbild) - keystone

    In Mexiko wurden innerhalb von zwei Tagen 16 Leichen entdeckt; alle Opfer wurden auf offener Strasse gefunden. Wie «PULS 24» berichtet, wiesen mindestens die Körper von drei Frauen und neun Männern Schusswunden und Anzeichen von Folter auf.

    Mexiko Karte Salamanca
    Im Inland von Mexiko wurden binnen nur zwei Tagen 16 Menschen getötet aufgefunden. - Open Street Map

    Die Behörden gehen von Verbindungen zum organisierten Verbrechen aus. Laut «Volksblatt» wurden die Leichen in Zentralmexiko entdeckt, die Region ist bekannt für Konflikte zwischen rivalisierenden Drogenkartellen.

    Kartellgewalt: Humanitäre Krise in Mexiko

    Die Regierung Mexikos spricht von einer humanitären Krise im Land. Wie «GIZ» berichtet, gibt es grosse Herausforderungen bei der Kontrolle des Sicherheits- und Justizsystems. Die hohe Zahl an Tötungsdelikten und die niedrige Aufklärungsquote zeigen die Defizite.

    Kann Mexiko der Gewalt der Kartelle noch Herr werden?

    Fast 100'000 Menschen gelten offiziell als verschwunden, laut «GIZ» gibt es zudem tausende, bisher nicht geöffnete Gräber. Über 52'000 Tote konnten bisher nicht identifiziert werden.

    Gewalt gegen Frauen und Mädchen

    Frauen und Mädchen sind in Mexiko besonders von Gewalt betroffen. Wie «Amnesty International» berichtet, bleibt die strafrechtliche Untersuchung von Femiziden unzureichend.

    Die Regierung attackiert öffentlich Organisationen und Frauen, die gegen geschlechtsspezifische Gewalt protestieren. Die Polizei wendet bei Festnahmen und Protesten oft exzessive Gewalt an.

    Mexiko Frauen Kartelle Demonstration
    Frauen bei einer Demonstration gegen Banden- und Drogengewalt im September 2024 in Mexiko. (Archivbild) - Keystone

    Laut «Amnesty International» gehen auch Einwanderungsbehörden und Nationalgarde unverhältnismässig gegen Einwanderer vor. Die Menschenrechtslage in Mexiko bleibt äusserst angespannt.

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