Gestohlenes Gemälde tauchte in Immo-Inserat auf - jetzt ist es weg
In einer Immobilienanzeige taucht überraschend ein Gemälde auf – einst von den Nazis geraubt und jahrzehntelang verschollen!

Das Wichtigste in Kürze
- «Das Porträt einer Frau» wurde während des zweiten Weltkriegs von Nazis gestohlen.
- Das Kunstwerk wurde nun nach Jahrzehnten in einer Immobilienanzeige entdeckt.
- Bei der Hausdurchsuchung hing nur noch ein Teppich anstelle des Gemäldes an der Wand.
Jahrzehntelang fehlte jede Spur. Doch nun soll das verschollene Gemälde «Das Porträt einer Frau» von Giuseppe Ghislandi in einem Wohnzimmer in Argentinien aufgetaucht sein.
Laut dem «Algemeen Dagblad» hängt es ausgerechnet bei der Tochter eines Nazi-Funktionärs, der sich nach dem Krieg dorthin abgesetzt hatte.
Nach jahrelanger intensiver Recherche gelang der niederländischen Zeitung der überraschende Fund: In einer Immobilienanzeige tauchte das längst verschollene Gemälde wieder auf.
Das Gemälde soll während des Zweiten Weltkriegs, zusammen mit mehr als 1000 weiteren Werken, von den Nazis geraubt worden sein. Es stammte aus der Amsterdamer Galerie des jüdischen Kunsthändlers Jacques Goudstikker.
Anstelle des Gemäldes hing ein Teppich
Jahrzehnte später schien das verschollene Kunstwerk endlich wieder aufgetaucht.
Doch bei der Hausdurchsuchung in Mar del Plata, wo das Kunstwerk vermutet wurde, gab es eine bittere Enttäuschung: Das Gemälde war spurlos verschwunden.
An seiner Stelle hing nur ein unscheinbarer Teppich mit Pferdemotiv. Die Immobilienanzeige, die den Fund überhaupt erst möglich gemacht hatte, wurde inzwischen gelöscht.
Die Goudstikker-Erben kämpfen juristisch um die Rückgabe des Gemäldes. Bereits 202 Werke wurden der Erbin Marei von Saher zurückgegeben, doch viele bleiben verschwunden, so der «Spiegel». Auch Interpol ist jetzt in die Suche eingebunden.