Finanzkrise im Iran: Zwei weitere Minister treten zurück

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    Wegen der anhalten Finanzkrise im Iran sind zwei Minister zurückgetreten. Die Rücktritte werden als Rückschlag für Präsident Hassan Ruhani gewertet.

    Hassan Ruhani, Präsident des Irans, bei einem Treffen mit Beamten des Aussenministeriums.
    Hassan Ruhani, Präsident des Irans, bei einem Treffen mit Beamten des Aussenministeriums. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen der Finanzkrise im Iran sind zwei Minister zurückgetreten.
    • Sie waren enge Vertraute des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani.

    Wegen der akuten Finanzkrise und im Zusammenhang mit steigendem Druck auf Präsident Hassan Ruhani sind zwei weitere Minister im Iran zurückgetreten. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur IRNA legten Handelsminister Mohamed Schariatmadari und Transportminister Abbas Achundi am Samstag ihre Ämter nieder. Für Ruhani sind die Rücktritte der Politiker, beide enge Vertraute, ein weiterer Rückschlag.

    Der Präsident akzeptierte die Rücktrittsgesuche. Nach Einschätzung von Beobachtern wollte er ihnen damit ein peinliches Misstrauensvotum im Parlament ersparen - und somit das gleiche Schicksal wie das des Arbeits- und des Wirtschaftsministers. Ruhani wird demnächst dem Parlament vier neue Minister vorstellen, meldete IRNA.

    Wegen der Wirtschaftskrise mussten in den letzten Wochen auch der Chef und Vizechef der Zentralbank das Feld räumen. Im gleichen Zusammenhang musste sogar Ruhani selbst letzten Monat den Abgeordneten Rede und Antwort stehen.

    Viele Abgeordnete werfen Ruhani und seinem Wirtschaftsteam vor, für den Kurssturz der Landeswährung Rial um fast 70 Prozent und somit für die akute Finanzkrise verantwortlich zu sein. Ruhani weist die Kritik zurück und erklärt die Krise mit dem Ausstieg der USA aus dem Atomdeal und der Verhängung neuer US-Sanktionen durch Präsident Donald Trump. 

    Beobachter vermuten, dass die Hardliner in dem von schiitischen Geistlichen beherrschten Staat die Finanzkrise nutzen, um den Reformkurs zu schwächen und letztlich Ruhani zu stürzen. Nach vier Wahlpleiten in den letzten fünf Jahren könnten die Hardliner dann - auch dank Trumps Anti-Iran Politik - erneut an die Macht kommen.

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