Räuber überfallen in Brasilien drei Banken. Mit Geiseln auf den Fluchtautos und Bomben gelingt ihnen die Flucht vor der Polizei.
Bankräuber in Brasilien fliehen mit Geiseln auf den Autos. - Twitter /@yurimarci

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 20 Personen rauben in Brasilien drei Banken aus.
  • Für die Flucht nehmen sie Geiseln als lebende Schilde und werfen Annäherungsbomben.
  • Mindestens drei Personen sterben, vier werden verletzt.

Filmreifer Banküberfall in Brasilien: Eine Gruppe von rund zwanzig Personen schaffte es am Montag, drei Banken in der Stadt Araçatuba auszurauben und zu fliehen.

Nach Angaben der «Daily Mail» griffen die Räuber das Hauptquartier der Polizei an und blockierten mehrere Strassen mit ausgebrannten Autos. Damit verhinderten sie, dass die Polizisten schnell zu den Tatorten gelangen konnten.

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Sicherheitskräfte in Brasilien. (Symbolbild) - keystone

Anschliessend raubten die Kriminellen drei Bankfilialen aus und benutzen Geiseln als lebende Schilde. Sie banden die verängstigten Personen auf die Dächer und Fronthauben der Fluchtautos. Dies ist auch auf Videos auf Twitter zu sehen.

Doch die menschlichen Schilde waren nicht das Einzige, was die Flucht erfolgreich machte. Gemäss der «Daily Mail» und der Nachrichtenagentur «DPA» seien die Räuber auch mit Maschinengewehren und Drohnen bewaffnet gewesen. Zudem hätten sie Sprengsätze aus den Autos geworfen, die explodieren, sobald ihnen jemand zu nahe kommt.

Die Überfälle forderten insgesamt drei Menschenleben. Zwei Unbeteiligte wurden von den Angreifern erschossen, ein Räuber kam bei einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben.

Fünf weitere Personen, darunter ein Angreifer wurden verletzt. Ein Velofahrer löste einen der Sprengsätze aus und musste in ein Spital gebracht werden, wo ihm beide Füsse amputiert wurden. Das Schicksal der Geiseln ist nach wie vor unklar, die Polizei hat sie noch nicht lokalisieren können.

Um weitere Opfer durch die verstreuten Bomben zu verhindern, werden die Bürger von Araçatuba gebeten, zu Hause zu bleiben. Zudem wurden die Schulen geschlossen.

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