Innerhalb einer Woche gab es in 32 Provinzen in Afghanistan 422 Angriffe der Taliban. Dabei wurden 841 afghanische Sicherheitskräfte getötet oder verwundet.
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Die Hauptstadt Kabul wird nicht mehr von der Regierung in Afghanistan kontrolliert. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Innerhalb einer Woche wurden 841 afghanische Sicherheitskräfte getötet oder verwundet.
  • In 32 Provinzen gab es 422 Angriffe der Taliban.
  • Die afghanische Regierung und die Taliban planen derzeit Friedensgespräche.

Trotz geplanter Friedensgespräche sind in Afghanistan innerhalb einer Woche 841 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet oder verwundet worden. In 32 der 34 Provinzen gab es insgesamt 422 Angriffe der militant-islamistischen Taliban. Dies teilte der nationale Sicherheitsrat am Montag mit.

Dabei seien 291 Soldaten und andere Sicherheitskräfte getötet und 550 verletzt worden. Der Sicherheitsrat sagte, es sei die «blutigste Woche seit 19 Jahren». Gewöhnlich veröffentlicht die Regierung keine Daten zu den Verlusten eigener Kräfte. Der Sicherheitsrat hatte jedoch vor einer Woche bereits eine ähnliche Statistik herausgegeben.

Afghanistan und Taliban planen Friedensgespräche

Die afghanische Regierung und die Taliban planen Friedensgespräche, um den Konflikt im Land zu beenden. Trotz einer kurzen Waffenruhe am Ende des Ramadans flammte die Gewalt jüngst wieder auf. Auch ein Gefangenentausch – der Vertrauen bilden soll – kommt immer wieder ins Stocken. «Ohne Gewaltreduzierung wird ein Friedensschluss mit Problemen und Verzögerungen konfrontiert», hiess es in der Mitteilung.

Die USA hatten mit den Taliban am 29. Februar in Doha (Katar) ein Abkommen unterzeichnet. Dieses sieht einen Abzug der internationalen Truppen vor und soll den Weg für innerafghanische Friedensgespräche bereiten.

Bis zu 5000 Taliban sollten im Tausch gegen 1000 Gefangene der Rebellen freikommen. Die afghanische Regierung war nicht an dem Deal beteiligt worden, was zu Spannungen führte.

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