Exekution eines jungen iranischen Demonstranten vorläufig ausgesetzt

    Keystone-SDA
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    Iran,

    Ein junger Demonstrant sollte im Iran hingerichtet werden. Die Hinrichtung des 19-Jährigen wurde nun jedoch vorübergehend ausgesetzt.

    Demonstrant im Iran
    Demonstrant im Iran - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Hinrichtung eines iranischen Demonstranten wird ausgesetzt.
    • Wenige Tage vorher protestierten zahlreiche Menschen gegen die Hinrichtung.
    • Der Mann wurde verurteilt, weil er ein Regierungsgebäude in Brand gesteckt haben soll.

    Die iranische Justiz hat die bevorstehende Exekution eines Demonstranten nach Protesten vorläufig ausgesetzt. Wie das Justizportal Misan am Mittwoch mitteilte, beantragte der Anwalt des 19-Jährigen eine Wiederaufnahme des Verfahrens vor dem Obersten Gerichtshof.

    Die Ankündigung erfolgte nur wenige Tage nach Protesten zahlreicher Menschen und Angehöriger, die sich aus Sorge vor einer unmittelbaren Vollstreckung zweier Todesurteile vor der Gohardascht-Haftanstalt in Karadsch versammelt hatten.

    19-Jähriger soll Sicherheitsbeamten verletzt haben

    Nach Recherchen der «New York Times» ist Mohammed B. 19 Jahre alt. Er wurde in Karadsch festgenommen. Die iranische Justiz hatte ihn zum Tode verurteilt, weil er ein Regierungsgebäude in Brand gesteckt und einen Sicherheitsbeamten verletzt haben soll. Nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International droht mindestens 26 Demonstranten im Iran die Todesstrafe. Bisher hat der Iran vier Urteile vollstreckt.

    iranische revolutionsgarde
    Iranische Sicherheitskräfte in Teheran. (Archiv) - keystone

    Am Samstag hatte der Iran zwei junge Männer erhängt. Mohammed-Mehdi K. (22) und Sejed-Mohammed H. (39) wurden für den Tod eines Sicherheitsbeamten bei Protesten im November verantwortlich gemacht. Im Zusammenhang mit den systemkritischen Demonstrationen waren auch im Dezember Todesurteile gegen zwei Männer vollstreckt worden.

    Auslöser der landesweiten Proteste im Iran war der Tod von Jina Mahsa Amini am 16. September 2022 in Polizeigewahrsam. Die iranische Kurdin war von der sogenannten Sittenpolizei wegen Verstosses gegen die im Iran geltenden islamischen Kleidungsvorschriften festgenommen worden.

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