Auch Frau wegen Protesten im Iran zum Tode verurteilt

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    17 Personen wurden im Iran wegen der Teilnahme an Protesten zum Tode verurteilt. Auch eine Frau soll sich darunter befinden.

    Iran Proteste
    Eine Frau protestiert in Berlin gegen die Hinrichtungen im Iran. - Paul Zinken/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Iran wurden 17 Menschen wegen der Teilnahme an Protesten zum Tode verurteilt.
    • Darunter soll gemäss dem UN-Büro für Menschenrechte auch eine Frau sein.

    Im Iran ist nach Informationen des UN-Büros für Menschenrechte auch eine Frau unter den 17 Personen, die Berichten zufolge wegen der Teilnahme an Protesten zum Tode verurteilt worden sind.

    Zwei Hinrichtungen stünden unmittelbar bevor, wie der Verantwortliche des Büros für die Region Mittlerer Osten und Nordafrika, Mohammad Al Nsour, am Dienstag in Genf sagte. Der Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, appellierte an die Regierung in Teheran, die Vollstreckung auszusetzen.

    Bislang sind vier Teilnehmer an Demonstrationen hingerichtet worden. Zuletzt waren es zwei junge Männer am 7. Januar, denen der Tod eines Sicherheitsbeamten vorgeworfen worden war.

    «Staatlich sanktionierte Tötungen»

    Nach Angaben von Türk sind die Vorwürfe gegen die Angeklagten stets vage und die Mindestgarantien für faire Gerichtsverfahren werden nicht eingehalten. Nach Informationen des Büros werden vermeintliche Geständnisse durch Folter erzwungen. Die Exekutionen kämen «staatlich sanktionierten Tötungen gleich», teilte Türk mit.

    Die Behörden nutzten die Verfahren, um Menschen zu bestrafen, die ihre Grundrechte ausübten. Sie wollten Angst und Schrecken verbreiten, um abweichende Meinungen zu unterdrücken. «Dies verstösst gegen die internationalen Menschenrechtsnormen», so Türk. Der österreichische Hochkommissar hat angeboten, nach Teheran zu reisen, um mit den Behörden zu sprechen, teilte sein Büro mit.

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    Im Iran finden regelmässig Proteste statt. (Symbolbild) - Keystone

    Zunächst finde in Kürze ein Gespräch in Genf statt. Solche Begegnungen gehörten zur Routinearbeit des Hochkommissars. Wer daran genau teilnimmt, werde aus Gründen der Vertraulichkeit nie kommuniziert.

    Auslöser der landesweiten Proteste gegen den repressiven Kurs der Regierung und das islamische Herrschaftssystem war der Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini im September. Sie starb in Polizeigewahrsam, nachdem sie wegen Verstosses gegen die islamischen Kleidungsvorschriften festgenommen worden war.

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