Erste Beluga-Wale verlassen umstrittenen Tierpark in Kanada
Die Umsiedlung der ersten Beluga-Wale aus einem seit langem in der Kritik stehenden und mittlerweile geschlossenen Tierpark in Kanada hat begonnen.

Zunächst sollten sechs Tiere aus dem Park in Niagara Falls in Aquarien in den USA gebracht werden, wie kanadische Medien berichteten. Auf Fotos war zu sehen, wie ein Wal mit einem Spezialgeschirr und einem Kran aus dem Wasser gehoben wurde.
Mehr als zwei Dutzend Menschen seien bei der Aktion am Montag (Ortszeit) im Einsatz gewesen, hiess es. Die Wale seien am Abend mit mehreren Lastwagen zum Flughafen gebracht worden, berichtete der Sender CBC unter Berufung auf einen Sprecher der beteiligten Aquarien.
Der «Marineland»-Themenpark hatte seine Tore 2024 für Besucher geschlossen. Im vergangenen Jahr drohte er mit dem Einschläfern seiner dort verbleibenden 30 Wale, wenn er kein Geld von der kanadischen Regierung bekomme. Man sei bankrott und sehe sich nicht mehr in der Lage, für den Unterhalt der Weisswale aufzukommen, hiess es in einem Schreiben.
Im vergangenen Monat stimmte das zuständige Fischereiministerium den Berichten zufolge einem Plan zu, alle 30 im Park verbleibenden Wale auf vier Aquarien in den USA und eines im spanischen Valencia zu verteilen. Laut Tierschutzorganisationen werden Belugawale bis etwa fünf Meter lang und rund 1.500 Kilo schwer.
Bei Tierschützern stand der Park schon seit langem wegen seiner Haltungsbedingungen massiv in der Kritik. Immer wieder waren dort Tiere gestorben – unter anderem 2023 der Orca Kiska, der zeitweise alleine in einem Betonbecken lebte und deswegen den Spitznamen «einsamster Wal der Welt» bekam.










