«Ernste Bedrohung»: Asean fordert Waffenruhe im Nahen Osten
Die südostasiatische Staatengemeinschaft Asean hat sich mit «tiefer Besorgnis» über die jüngste Eskalation im Nahen Osten geäussert.

In einer Stellungnahme verurteilten die Aussenminister der elf Mitgliedstaaten die Angriffe Israels und der USA auf den Iran sowie die anschliessenden Vergeltungsschläge der Islamischen Republik gegen mehrere Staaten in der Region. Die Angriffe stellten eine «ernste Bedrohung» für das Leben von Zivilisten sowie für die regionale und globale Stabilität dar, hiess es.
Die Asean rief alle Staaten dazu auf, das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen zu achten. Sie betonte die Notwendigkeit einer sofortigen Waffenruhe. Besonders bedauerlich sei, dass es trotz laufender diplomatischer Bemühungen zur Eskalation gekommen sei.
Den Vorsitz der Staatengemeinschaft, der unter anderem Indonesien, Thailand, Vietnam und Malaysia angehören, haben in diesem Jahr die Philippinen. Die Asean verfolgt traditionell einen ausgleichenden Kurs im Nahostkonflikt und vermeidet eine einseitige Parteinahme.
Einige Mitgliedstaaten pflegen diplomatische Beziehungen zu Israel. Andere, grösstenteils muslimische Länder wie Indonesien und Malaysia unterhalten dagegen keine offiziellen Kontakte und zeigen sich solidarisch mit den Palästinensern. Gegenüber dem Iran setzt die Staatengemeinschaft vor allem auf Dialog und wirtschaftliche Zusammenarbeit.










