Wie die Regierung von Mali mitteilt, ist der Einsatz von russischen Söldnern im eigenen Land nur ein «Gerücht».
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Ein Soldat der Armee von Mali. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Mali wird beschuldigt russische Söldner angeheuert zu haben.
  • Die Regierung weist jegliche Anschuldigungen zurück, sie seien «inakzeptabel».

Malis Regierung hat die Kritik der westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas an Malis angeblichen Plänen, die russische Söldnerfirma Wagner anzuheuern, vehement zurückgewiesen. Man sei über die Vorwürfe überrascht, da es sich ausschliesslich um Gerüchte handele, sagte die Regierung in einer Mitteilung. Zudem werde Mali «keinem Staat erlauben (...) zu entscheiden, welche Partner es suchen soll oder nicht», hiess es.

Wenige Tage zuvor hatte Nigers Aussenminister Hassoumi Massaoudou zum Abschluss eines Ecowas-Gipfels in Ghana eine Drohung verkündet. Die Staatengemeinschaft werde das Anheuern von Söldnern in der Region nicht dulden. Trotzdem zeigten sie sich über eine mögliche Verschlechterung der fragilen Sicherheitslage besorgt.

Mali weist Anschuldigungen zurück

Mali wies Massaoudous Äusserungen als «inakzeptabel, unfreundlich und herablassend» zurück.

Auch Frankreich und Deutschland zeigten sich in den vergangenen Tagen über den möglichen Einsatz von russischen Söldnern im Krisenstaat besorgt. In Deutschland mehrten sich die Stimmen, in einem solchen Fall den Bundeswehr-Einsatz in dem Land zu überprüfen. Für eine UN-Mission und eine EU-Ausbildungsmission sind derzeit insgesamt etwa 1200 Bundeswehrsoldaten in dem Land.

Das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium informierten am Freitag die Obleute im Bundestag. Die mit einem Militärputsch an die Macht gekommene Führung um Assimi Goïta verhandle mit russischen Akteuren. Gegenstand von Gesprächen ist demnach ein Einsatz russischer Söldner, bei dem es um Ausbildung und Personenschutz gehen soll.

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